MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Michael Koschmieder
Wenn man das Vertrauen der Kollegen genießt
Fleischer
Maratstraße 104
12683 Berlin
Fon: 030 / 54398677
Im mecklenburgischen Laage ist Michael Koschmieder 1962 zur Welt gekommen, lange hat es gedauert, bis er sich in Berlin zu Hause fühlte, in der Stadt, in die ihn die Liebe zog (Heirat 1986).
Nach dem Schulbesuch (1969/79) absolvierte er eine Lehre zum Facharbeiter für Fleischerzeugnisse im Fleischkombinat Rostock. In der Ausbildung war die ganze Bandbreite von der Schlachtung bis zum Wursten angesagt. In dem Beruf folgte er einer bis in fünf Generationen zurückreichenden Traditionslinie in der Familie, zu der auch der Onkel gehörte, der Mentor bei seiner Prüfung wurde. Er nahm auch an Hausschlachtungen teil, lernte dort die ganzen Feinheiten seines Metiers.Vom Ausbildungsbetrieb wechselte er später zum Konsum, wurde als Fleischer in einer Kaufhalle tätig, qualifizierte sich neben dem Beruf an der Betriebsakademie zum Verkaufsstellenleiter, wurde danach Chef der Wurst- und Fleischabteilung. Mit 26 Jahren wurde er noch eingezogen, agierte als Bausoldat beim Bau des Fährhafens Mukran. Mit dem Umzug nach Berlin und der bald folgenden Aufhebung der Teilung der Stadt folgte der Wechsel zur Supermarktkette Bolle. Hier wurde aus dem bisher nur zahlenden Mitglied der Gewerkschaft der engagierte Kollege Koschmieder, der sich für die Mitarbeiter einsetzte, in den Betriebsrat gewählt wurde. Nach dem Wechsel zur Großhandelskette Metro wurde er dort bald Betriebsratsvorsitzender, konnte die Schließung des Standortes jedoch nicht verhindern. Er handelte den Sozialplan mit aus, der mit Hilfe einer Transfergesellschaft viele wieder in neue Arbeit brachte.
Neben dem Beruf waren viele andere Aktivitäten prägend für Michael Koschmieder. Die sportliche Betätigung in der Jugend, die ihm eine Silbermedaille im Schwimmen beim Kreisausscheid zur Kinder-und Jugendspartakiade einbrachte, die Ausbildung zum jungen Sanitäter beim DRK, die Aufgaben als Gesundheitshelfer bei Großveranstaltungen, die er über viele Jahre wahrnahm, sind zu nennen. Bei der Freiwilligen Feuerwehr in Berlin-Pankow brachte er es bis zum Dienstgrad eines Oberfeuerwehrmannes.
Seinen Glauben verteidigte der engagierte Katholik von der Schulzeit über die Entscheidung, nur als Bausoldat zu dienen, bis heute. Im Kirchenvorstand seiner Gemeinde wirkt er seit 10 Jahren.
Der Vater dreier Kinder pflegt Haus und Garten und besitzt als begeisterter Leser eine umfangreiche Bibliothek.