MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Ute und Manfrid Kopp
„Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.“ (Mutter Teresa)
Bertold-Brecht-Str. 27
06844 Dessau-Roßlau
Fon: 0340 / 2213541
Als Tochter eines Kfz-Handwerkers mit eigener Werkstatt (Alex Stamm) und einer Näherin in Dessau geboren, war dem Mädchen Ute von klein auf klar, was sie einmal werden wollte: Lehrerin. Zielgerichtet erfüllte sie sich diesen Wunsch, absolvierte nach Abschluss der 8. Klasse am Institut für Lehrerbildung Ballenstadt 1954–1958 eine entsprechende Ausbildung. Als Horterzieherin wurde sie an die 11. Oberschule vermittelt. Doch bereits nach einem Monat Tätigkeit als Hortleiterin hatte sie das Glück als Lehrerin in Törten eingesetzt zu werden. Auch privat wurde der Grundstein für Glück gelegt: 1961 heiratete sie ihren Mann Manfrid, Tochter Kerstin kam im gleichen Jahr zur Welt. In den Jahren 1963 und 1967 komplettierten Tochter Astrid und Sohn Hanjo die Familie und heute können sich die Eheleute Kopp bereits über drei Enkel freuen. In den Oberschulen 1, 12, Törten und 20 unterrichtete sie ihre Schüler, bis sie mit 58 Jahren 1997 in den Ruhestand ging. „Ich habe bis zum letzten Tag wirklich alles gemacht“ berichtet sie heute von Schülerreisen, Wandertagen... und davon für ihr Engagement viele Auszeichnungen erhalten zu haben. Die Auszeichnungen als Aktivist und mit den Pestalozzi-Medaillen sind ihr in Erinnerung wie auch die des Rates des Bezirkes für ihre umfangreiche außerschulische Arbeit. „Doch dann war Schluss, dann wollte ich auch nicht mehr...“ erklärt sie den Gang in den Ruhestand. „Wir waren nie in der Partei“ berichtet sie, „ich habe nie hurra geschrien, aber was heute mit uns gemacht wird.....“ Die Vorhaltungen ihre Schüler wären nur politisch geprägt worden, weist sie zurück, erzählt von kulturellen, niveauvollen und schönen Pioniernachmittagen. Insofern fiel die Umstellung von Beruf in Rentenzeit nicht schwer. Haus, Garten und Enkel boten genug Herausforderungen und Abwechslung. Im Mehrgenerationshaus der Familie wird heute Gemeinsamkeit und Toleranz gelebt, ist gegenseitige Hilfe und Unterstützung selbstverständlich. Manfrid Kopp, im gleichen Jahr wie seine Frau geboren, wuchs in Linz / Österreich bei einer Tante auf. Der Vater war im Krieg gefallen, die Mutter mit drei Kindern alleine, weshalb das so geschah. 1954 kehrte er nach Dessau zurück. Die Schule hatte er indessen abgeschlossen, lernte im Waggonbau Dessau den Beruf eines Schlossers und blieb 40 Jahre lang als solcher im Betrieb tätig. Mit 60 Jahren ging auch er den Ruhestand und beide Kopps nutzen nun die neuen Reisemöglichkeiten ausgiebig, unternahmen Kreuzfahren in aller Herren Länder, sahen sich die Welt an und lernten viel über Land und Leute. Indessen sind sie auf Autotourismus umgestiegen, haben festgestellt, dass es auch in Deutschland viele schöne und für sie noch unbekannte Gegenden gibt, die es anzuschauen lohnt. Jeden Morgen wird zudem gerätselt, in Haus und Garten gewerkelt und wenn die Gesundheit es zulässt und der Kopf klar bleibt soll das noch lange so gehen – freudvoll und in Harmonie, denn „.....bei Kopps ist es schön, dahin kommen alle gern....“