MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Kolbe

„Das Konstruktionsbüro war unser Treff“

Kolbe

Diplomingenieur
Technische Zeichnerin
Bahnhofstr. 80
06237 Leuna OT Kötzschau

Auf der Arbeit haben sie sich kennengelernt. „Das Konstruktionsbüro war unser Treff“, erinnert sich Inge Kolbe. Seit 1960 ist sie mit ihrem Manfred glücklich verheiratet. Das Paar hat einen Sohn (Peter, geboren 1961) und wohnt in Kötzschau, einem Ortsteil von Leuna im Saalekreis in Sachsen-Anhalt. Dort wurde Inge 1940 geboren, ging acht Jahre zur Schule und ließ sich in Leuna zur Schlosserin und später Technischen Zeichnerin ausbilden. Sie arbeitete später in einem Konstruktionsbüro einer Papierfabrik. Malen und Textilgestaltung sind ihre großen Hobbys, bei denen Inge Kolbe Freude und Entspannung findet. 1935 in Fährendorf bei Bad Dürrenberg zur Welt gekommen, besuchte Manfred Kolbe 1941–1949 die Schule. Nach dem Abschluss der 8. Klasse machte er in Leuna eine Lehre zum Maschinenbauschlosser. Der ehrgeizige junge Mann wollte danach studieren, ging 1952 nach Leipzig an die Ingenieurschule für Maschinenbau. Als Ingenieur wurde er 1955 nach Pirna zum Flugzeugbau delegiert. Dort, wo Triebwerke gebaut wurden, strich er aber aus persönlichen Gründen die Segel und kehrte 1957 nach Leuna zurück. Manfred Kolbes Arbeitsplatz befand sich nun im Konstruktionsbüro für Kraftwerksreparaturen. In Vorbereitung auf den Einsatz im neuen Erdölverarbeitungswerk Schwedt an der Oder, gab es Einsätze im Projektierungsbüro in Böhlen und in der Sowjetunion, um sich dort ein Erdölwerk anzuschauen. Bevor er in Schwedt seinen Dienst antrat, heiratete er seine Inge. Manfred Kolbe erlebte die Grundsteinlegung und die Inbetriebnahme des Schwedter Betriebes mit. 1962 erhielt er für sich, seine Frau und den kleinen Sohn eine Wohnung in Schwedt. Im Fernstudium qualifizierte er sich in Dresden zum Diplomingenieur für Wärmetechnik. Im Erdölverarbeitungswerk baute er die Instandhaltungsabteilung im Kraftwerk auf und arbeitete später an diversen energetischen Aufgaben. Die Krankheit der Schwiegermutter ließen Manfred Kolbe und seine Familie nach Kötzschau, der Heimat seiner Frau, zurückkehren. Ab 1990 arbeitete er wieder in den Leuna-Werken in der Energieabteilung und wurde Ende 1991 in den Vorruhestand geschickt. Langeweile hat Manfred Kolbe, der mit seiner Frau viele Wasserwanderungen durch die herrliche Natur rund um Schwedt bis nach Polen unternommen hat, bis heute nicht. Denn er ist auch leidenschaftlicher Funkamateur – seit 1962 übrigens. In der Zeit von 1992–2014 wurde die Schwiegermutter, danach die eigene Mutter gepflegt. Kolbes wollen noch lange gesund bleiben, um miteinander schöne Erlebnisse teilen zu können.
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