MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Hans-Dieter Koch

„Musik ist die Sprache der Leidenschaft“ (Richard Wagner)

Hans-Dieter Koch

mit Familie
Orchestermusiker
99425 Weimar OT Süßenborn

Hans-Dieter Koch wurde am 18.10.1958 in Elxleben (bei Erfurt) geboren. Während der Schulzeit fiel dem Musiklehrer die musikalische Begabung seines Schülers auf. Die kam nicht von ungefähr, sondern war von der Familie vorgeprägt. Der Onkel seiner Mutter hatte als einziger Professor für katholische Kirchenmusik in der DDR einen Lehrstuhl in Leipzig inne. Er war es im Übrigen auch, der mit seinen Studenten im Jahr 1968 kurz vor der Sprengung der Paulinerkirche (Universitätskirche) die Orgelpfeifen rettete. Eine Gedenktafel an seinem ehemaligen Wohnhaus zeugt heute davon. Hans-Dieter Koch besuchte die Polytechnische Oberschule und lernte nebenher an der Musikschule Erfurt Kontrabass. Nach bestandener Eignungsprüfung wechselte er an die Spezialschule für Musik der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar und beendete diese 1974 erfolgreich mit einer speziellen Hochschulreife für Musiker (Hauptfach Kontrabass und Ergänzungsfach Klavier). Durch die Anbindung an die Musikhochschule Weimar konnte unmittelbar das sechsjährige Studium zum Orchestermusiker (Staatsexamen) mit Lehrbefähigung folgen. Von der zentralen Vermittlungskommission erhielt er drei Vorschläge für den weiteren Werdegang, wählte die Staatskapelle Weimar und spielt dort als stellvertretender Solo-Kontrabassist. Im gleichen Zeitraum nahm er eine Lehrtätigkeit im Fach Kontrabass an der Musikhochschule auf. Das nach der Wende oft beklagte Orchestersterben in der ehemaligen DDR betraf das Deutsche Nationaltheater (DNT) und die Staatskapelle Weimar nicht. In seinem fast 40-jährigen Engagement am Haus erlebte Hans-Dieter Koch eine Vielzahl von Intendanten und sieben Chefdirigenten. Während in der DDR die fachliche und qualitative Ausprägung des Orchesters und seiner begeisterten Musiker im Vordergrund stand, gerieten mit der Wende andere Probleme in den Fokus. „Musik aus Spaß, sichere Existenz, stets volle Häuser“ verloren ihre Selbstverständlichkeit. Marktwirtschaftliche Erwägungen rückten seiner Meinung nach zu sehr in den Vordergrund. Aber selbstverständlich hatte der politische Wandel auch positive Auswirkungen. Die Enge der DDR ließ man hinter sich. Im Mitteldeutschen Kammerorchester ist Hans-Dieter Koch seit 1999, im Barockensemble Weimar seit 1986 Mitglied. Er spielt darüber hinaus noch im Thüringischen Kammerorchester, aber bei Bedarf auch als Gast in Orchestern ganz Deutschlands. Seit 1997 ist er mit Andrea Frei-Koch (Koloratursopranistin) verheiratet. Aus dem Allgäu kommend, führte sie ein Engagement letztendlich auch nach Weimar an das DNT, wo sich das Paar kennenlernte. Heute arbeitet sie als Stimmpädagogin/Logopädin und damit nicht mehr vor sondern hinter den Kulissen mit den Sängern – Plan B der früheren Königin in ihrem Stimmfach – zu Gunsten der Bildung und Erziehung der gemeinsamen Kinder Vincent (geb. 2003, Schüler am Musikgymnasium Belvedere Weimar), Johanna und Wolfram (geb. 2006). Alle drei spielen Klavier und Hausmusik gibt es in der Familie nicht nur aus Anlass der Bachwochen-Eröffnung. Hans-Dieter Koch ist Mitglied des Deutschen Orchestervereins (DOV) und Vertreter beim Landesmusikrat Thüringen. Glück ist für ihn, so sagt er: „So wie ich momentan lebe“ und erklärt, das umfasst Beruf, Familie, Freizeit und seinen katholischen Glauben. Von Kindheit an interessiert an der Geschichte der Indianer, fand er zum Bogenschützen-Sport und daraus resultiert auch sein Traum: Einmal 14 Tage mit seinen Söhnen traditionell in einem Indianerreservat zu verbringen. Damit das kein Traum bleibt recherchiert und plant er bereits dazu.
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