MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Rüdiger und Brigitte Koch
Beständig ist nur der Wechsel
Offizier a. D.
Lehrerin
Mittelstr. 2
06800 Raguhn-Jeßnitz
In Bad Bibra wurde sie 1960 geboren, die Schule besuchte sie im Karsdorfer Ortsteil Wetzendorf im Unstruttal. Mit dem Abschluss der 10. Klasse an der Polytechnischen Oberschule (POS) orientierte Brigitte Koch sich zeitig auf den pädagogischen Beruf. Nachdem sie in Dessau das Abitur nachgeholt hatte, studierte sie an der Pädagogischen Hochschule „N.K. Krupskaja“ in Halle (Saale) die Fächerkombination Mathematik und Physik. Mit dem Diplomabschluss 1981 wechselte sie nach Wolfen, wo ihr Mann (Heirat 1980) seinen Einsatzort hatte. Sie begann an der dortigen POS „Komarow“, wurde dann im Stadtteil Wolfen-Nord eingesetzt. Lange Jahre bis zum Jahr 2000 waren die Schüler der Erich-Weinert-Schule Ziel ihrer pädagogischen Bemühungen. Nach einer Zwischenstation an der Sekundarschule von Raguhn, kam sie an die Comenius-Schule in Bitterfeld, wo sie mit dem Computerkabinett auch auf neue Lehrinhalte und –techniken setzten konnte. Als diese Schule 2009 geschlossen wurde, suchte sie sich selbst eine passende Stelle, fand sie als Lehrerin an der Ganztagsschule von Wallwitz, entschied sich für das Haus und die Kollegen dort trotz des langen Arbeitsweges. Dank ihrer erworbenen Zusatzqualifikationen in Informatik, Betriebswirtschaft, Management des Bildungswesens fühlt sie sich den Anforderungen an ihren Beruf bis heute sehr gut gewachsen. Einst hatte sie beim Tanz in Halle Rüdiger Koch kennengelernt (im Tanzverein Dessau ist das Ehepaar noch immer aktiv). Dieser war in der Stadt an der Saale bereits 1957 geboren worden, hatte die dortige Heinrich-Heine-Schule mit Abschluss der 10. Klasse besucht. Nach der 1975 beendeten Lehre als Elektroinstallateur entschied er sich direkt für die soldatische Laufbahn bei der Nationalen Volksarmee der DDR (NVA). Seine Ausbildung im Bereich Nachrichtentechnik erhielt er an der Offiziersschule der Landstreitkräfte in Zittau. Am Standort Wolfen wurde der spätere Hauptmann fünfzehn Jahre eingesetzt. Dann kam mit dem Ende der DDR auch das Ende der NVA. Rüdiger Koch entschied sich für die Entlassung in Ehren und suchte sich in der Weiterbildungsbranche neue Aufgaben. Kurz arbeitete er als Lehrer an der Polizeischule in Wolfen, wechselte dann zu privaten Bildungsträgern, wirkte als Dozent fünfzehn Jahre im Bereich der TERTIA-Gruppe. Er versuchte sich dann – nun als Selbständiger – im Vermögensberatungsbereich, war für Bildungsträger in Bitterfeld und Leipzig im Einsatz. Die wenigen Jahre bis zum Renteneintritt widmet er sich nun als Mitarbeiter eines Callcenters der Reisebranche. Rüdiger Koch engagiert sich als Schiedsrichter in der Handball-Bezirksliga. Vier Töchter gehören zur Familie, Susanne (1982 geboren), Ulrike (1985), Juliane (1988) und Josefine (1992), ebenso vier Enkel.