MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Erika Knauf

Im Einsatz für die kommenden Generationen

Erika Knauf

Kindergärtnerin
99099 Erfurt

Im Elternhaus, wo die Erfurterin vom Jahrgang 1936 von Anfang an aufwuchs, lebt sie seit langem wieder. Doch für einen Teil der Kindheit und Jugend wurden andere Städte zu wichtigen Stationen. Der Vater, Versicherungsangestellter wurde erst nach Delitzsch versetzt, dann nach Artern, wo sie die 8. Klasse abschloss. Der Rat des Kreises Sangerhausen ermöglichte ihr den Einstieg in den Wunschberuf Kindergärtnerin, schickte sie als Vorschülerin für ein dreiviertel Jahr ins Kinderheim in Stolberg (Harz), wo sie zwölf Stunden täglich zu arbeiten hatte, auch das Heizen und Küchendienst zu ihren Aufgaben gehörte. 1951 wechselte sie in den Betriebskindergarten der Kyffhäuserhütte Artern. Zur zweijährigen Ausbildung konnte sie an die Helene-Lange-Schule in Halle / Saale delegiert werden, ein Leistungsstipendium belohnte ihre Anstrengungen und ermöglichte die soziale Absicherung jener Zeit. In der kleinen Gemeinde Ichstedt (am Ostrand des Kyffhäusergebirges) musste sie gleich zu Anfang die Leitung des Kindergartens übernehmen, schon ein Vierteljahr später wurde sie Leiterin des Betriebskindergartens, den sie schon von Artern her kannte. 1960 ging es mit der Eheschließung in ihre Geburtsstadt zurück. Erika Knauf übernahm die Leitung eines noch im Bau befindlichen Kindergartens, bis die drei eigenen Kinder (1962, 1964, 1973) häusliche Prioritäten setzten. Sie half in den Babypausen durchaus noch gelegentlich aus, fing 1966 dann wieder fest beim Betriebskindergarten der Deutschen Post an, in dem sie, ohne die Leitungsfunktion zu übernehmen, tätig war, wo sie durch gewerkschaftliche Verantwortung das Vertrauen der Kolleginnen erwarb, bis im Jahr 1992 der Kindergarten geschlossen wurde. Sie arbeitete noch zwei Jahre in einem Kindergarten in der Nachbarschaft, ehe sie gleitend in die ruhigere Phase des Lebens überwechseln durfte. Ehemann Ernst hatte das Schneiderhandwerk erlernt, in Kindelbrück, Sömmerda und dann Erfurt ausgeübt, war in der Handwerksgenossenschaft, beim VEB Erfurter Moden, zwischenzeitlich kurz in der Schuhfabrik und dann lange Jahre bis zum Vorruhestand Ende 1990 als Schneidermeister in leitender Stellung im Dienstleistungskombinat Erfurt tätig. Das Ehepaar engagiert sich seit vielen Jahren für die soziale wie kulturelle Arbeit und menschliche Gemeinschaft im Schutzbund für Senioren und Vorruheständler Thüringen e. V. Zwei Söhne, eine Tochter, sechs Enkel zieren die stolze Familienbilanz.
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