MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Rosemarie Knoefler

Ihre Hilfsbereitschaft kennt keine Grenzen

Rosemarie Knoefler

Erzieherin i. R.
Landwirtin
Gemeindestr. 2
09306 Nöbeln

Lagen ihr in der beruflichen Tätigkeit vor allem die Kinder am Herzen, pflegte sie in deren letzten Lebensjahren die Mutter, so ist Rosemarie Knoefler immer noch um hilfsbedürftige Mitbürger aus ihrer Nachbarschaft besorgt, für sie selbstverständliche menschliche Verpflichtung. Geboren wurde sie 1943 als Rosemarie Müller schon in jener kleinen Ortschaft nahe dem Rochlitzer Muldental, das Haus in Nöbeln ist immer noch ihre Heimat. Da der Vater im Krieg blieb, heiratete die Mutter erneut, mit Stiefvater und Stiefbruder war die Familie in der Landwirtschaft des Ortes verankert. Nur wenig Spielkameraden gab es in dem kleinen Dorf, früh hieß es, sich in Stall, auf dem Feld nützlich zu machen. Nach achtjährigem Schulbesuch in Seitenhain bzw. Wechselburg (zu dem Nöbeln heute gehört) ging es für drei Jahre auf die Landwirtschaftsschule in Rochlitz. Dazu arbeitete sie stetig auf dem elterlichen Hof, begann im Winter, wenn der Arbeitsanfall nachließ, im Hort der Seitenhainer Schule erste Erfahrung als Erzieherin zu sammeln. Zwar wurde sie noch Mitglied der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft, als die Kollektivierung Einzug hielt. Doch die erzieherische Tätigkeit hatte ihr von Anfang an Freude bereitet, so dass sie sich entschloss, ganz in das neue Metier zu wechseln, sich dort für ihre Tätigkeit auch zu qualifizieren. Als sie 1965 heiratete, die beiden Söhne geboren wurden (1966 und 1968) blieb sie für wenige Jahre zu Hause, begann dann, anfangs halbtags, später in Vollzeit, im Schulbereich des Kinderkrankenhauses Wechselburg (im einstigen Schloss angesiedelt) als Erzieherin zu wirken. Das Krankenhaus, früher als Tbc-Heilstätte ausgewiesen, inzwischen auf (vorwiegend geistig) behinderte Kinder und Jugendliche spezialisiert, zuletzt als Fachkrankenhaus für Kinder- und Jugendneuropsychiatrie firmierend, wurde bis 1998 ihre Wirkungsstätte, in der sie mit Achtsamkeit und Verständnis für die jungen Patienten verantwortungsvolle Arbeit leistete. Die letzten fünf Jahre bis zum Renteneintritt 2003 war Rosemarie Knoefler als Horterzieherin an der neuerbauten Schule in Schweikershain tätig. Ihr Mann Bernd, 2009 verstorben, arbeitete als Betonwerker in der Bergmann AG. Der ältere der Söhne ist heute im Porphyrbruch auf dem Rochlitzer Berg zu Gange, der jüngere Sohn wurde nur fünfzehn Jahre alt. Reisen zu hohen Bergen und tiefen Fjorden bereichern heute ihr Leben.
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