MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Gerhard Klös

Eine Oase in Berlin

Gerhard Klös

„Zur Oase“ Burghardweg 44 12683 Berlin Fon: 030 / 55870609 Internet: www.zur-oase-berlin.de

Wenn Gerhard Klös Rentner ist, möchte er Schlagzeug spielen lernen. Doch bis dahin ist noch Zeit. Momentan schwingt er die Trommelstöcke als Leiter der alt eingesessenen Restauration „Zur Oase“. 2011 übernahm er als Pächter diese Gaststätte. In ihr treffen sich Sportfans, um Live-Übertragungen gemeinsam zu sehen, zusammen wird gefeiert, Skat gespielt und zweimal im Monat gebruncht. Gerhard Klös hat einen engen Kontakt zum Siedlungsverein Biesdorf. So wurde das 80jährige Bestehen der Siedlung „Zur Oase“ gefeiert und das 60jährige des Siedlerheims. Der Weg zur eigenen Kneipe war ein steiniger für den Gaststätteninhaber Klös. Der 1955 in Berlin Geborene absolvierte nach der Schule eine Ausbildung zum Kellner. Nach der Lehre ging der junge Klös zur Armee und verlängerte seine Dienstzeit von eigentlich drei Jahren auf 25 Jahre, aber nach vier Jahren brach er seine Armeezeit ab. Zwei Jahre arbeitete Gerhard Klös als Kellner und Beikoch bei der Mitropa, der DDR-Gastronomie der Bahn, und fuhr im Städteexpress. Am Ende dieser Zeit war er zum Oberkellner aufgestiegen. Dreizehn Jahre war der Gourmet in der Saisongastronomie in Rostock tätig. Im Warnemünder Strandhotel wurde Gerhard Klös stellvertretender Hotelleiter. In der Abendschule besuchte er einen Lehrgang, um eine Befähigung als Leiter einer Versorgungseinrichtung zu erhalten. Herr Klös übernahm eine Gaststätte in einem Neubauviertel Rostocks, aber diese wurde durch die Treuhand abgewickelt. Der Traum von einer eigenen Restauration war geplatzt. Gerhard Klös begann in den alten Bundesländern wieder von ganz unten als Kellner zu arbeiten, bis sein Bruder auf die Idee kam, eine alte Clubgaststätte in Berlin zu übernehmen. Herr Klös kam zurück, unterstützte seinen Bruder und sie betrieben gemeinsam das Bistro. Für ein Jahr ging Gerhard Klös ins Allgäu, um auch Koch zu werden. Wieder nach Berlin zurückgekehrt, stieg er bei seinem Bruder für vier Jahre in einer anderen Gaststätte ein, wechselte mehrfach die Einrichtungen, übernahm eine kleine Berliner Bar. Der Eigentümer meldete Eigenbedarf an und der zähe Klös musste seine zweite eigene Kneipe aufgeben. Aber er selbst gab nicht auf – und ist heute der Betreiber „Zur Oase“. Neben der intensiven Arbeit in der „Oase“ unterrichtet er in der Kellner-Ausbildung. Dies ist ein guter Ausgleich, sagt er. Bleibt für Gerhard Klös Zeit, geht er gern auf ein Konzert oder gut essen.
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