MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Irmhild und Herbert Kluge

Einer hilft dem anderen

Irmhild und Herbert Kluge

Sachbearbeiterin
Schmied, Heizungsmonteur
Mittelweg 7

09569 Oederan
Fon: 037292 / 65977

Herbert Kluge wurde am 09.01.1941 im sächsischen Breitenau geboren und hat eine acht Jahre ältere Schwester. Seine Mutter war Zigarrenmacherin. Der Vater, welcher 1901 zur Welt gekommen war, hatte aufgrund der Zeit des ersten Weltkrieges keinen erlernten Beruf, arbeitete aber ebenfalls als Zigarrenmacher und in diversen anderen Betrieben. „1943 zog er in den Krieg und kehrte leider nicht mehr nach Hause zurück“, berichtet Herbert Kluge. Von 1947–1955 besuchte er die Grundschule seiner Heimatstadt und absolvierte im Anschluss eine dreijährige Lehre zum Schmied in Oederan. Die Ausbildung in der Berufsschule erfolgte in Chemnitz. „Ich habe dann noch 1,5 Jahre als Geselle in der Schmiede gearbeitet, bevor ich zu einer privaten Firma nach Oederan wechselte und bis 1993 vorrangig als Heizungsmonteur tätig war“, erzählt Herbert. Danach fand er noch einmal eine neue berufliche Herausforderung und wurde Ausbilder für Umschulungen im Euro Bildungswerk Freiberg. „Ich hatte dafür eine Ausnahmegenehmigung von der Handwerkskammer und war froh, nach der langen Zeit nicht mehr auf den Baustellen arbeiten zu müssen. Nachdem dieser Job 1998 seitens des Bildungswerkes aus Kostengründen auslief, wurde ich aus der Arbeitslosigkeit heraus pensioniert. Da wir ein Eigenheim besaßen, welches heute unserem Sohn gehört, ist mir der Übergang nicht schwer gefallen“, resümiert Herbert Kluge. 1966 hatte er seine Frau Irmhild geheiratet. Mit Jörg (*1970; Elektriker) bekam das Paar ein Kind und hat mittlerweile zwei Enkel. Irmhild Kluge, geb. Schröter, kam am 01.06.1947 in Wünschendorf bei Lengefeld zur Welt und wuchs mit einem jüngeren Bruder auf. „Ich bin auf einem Bauernhof groß geworden, da meine Eltern Landwirte waren“, berichtet sie. Von 1954–1965 besuchte Irmhild die Schule. Da ihr Vater aufgrund des zwangsweisen LPG-Eintritts mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte, lernte sie keinen Beruf und musste auf dem elterlichen Hof mit anpacken, was sie auch gern tat. „Ich wäre zwar lieber Krankenschwester geworden, aber die Situation ergab halt etwas anderes, und ich kannte ja damals auch meinen zukünftigen Mann schon“, sagt Irmhild Kluge. „Nach der Hochzeit habe ich mir Arbeit gesucht und im Mess- und Vorrichtungsbau Oederan angefangen, welches zum Fritz-Heckert-Kombinat gehörte. Danach war ich bis zur Wende im Büro und in der Technologie tätig. Mit 42 Jahren wurde ich arbeitslos und habe dann mit verschiedenen ABM-Maßnahmen das Rentenalter erreicht“, zieht sie Bilanz. Heute sind Herbert und Irmhild Kluge stolz darauf, was sie aus eigener Kraft geschaffen haben, genießen es, Ausflüge in die Umgebung zu machen, Freunde zu treffen und sich jeden Tag so schön wie möglich zu gestalten. „Wir wünschen uns außerdem, bei guter Gesundheit gemeinsam den Lebensabend zu verbringen.“
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