MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Manfred Kloß

Immer Nägel mit Köpfen gemacht

Manfred Kloß

Ingenieur für Transportbetriebstechnik
99330 Crawinkel

Manfred Kloß wurde am 03.10.1940 im thüringischen Ilmenau geboren und wuchs mit einer Schwester auf. Da sein Vater bis 1948 in Kriegsgefangenschaft war, zog die Mutter 1946 mit ihren Kindern nach Crawinkel, wo sie auf Unterstützung hoffte, da beide Großeltern hier lebten. Von 1947–1955 besuchte Manfred Kloß die Grundschule und absolvierte anschließend vier Jahre die Oberschule in Gotha, wo er 1959 das Abitur ablegte und 1961 in der ortsansässigen Gummifabrik eine zweijährige Lehre zum Gummifacharbeiter abschloss. „Da ich die Ausbildung bereits ein halbes Jahr eher beenden konnte, war ich noch bei der MTS tätig und habe den Facharbeiter für Land- und Feldtechnik gemacht“, erklärt Manfred Kloß, der aufgrund eines Magengeschwürs nicht länger in der Gummifabrilk arbeiten konnte. Von 1961–1963 leistete er seinen Wehrdienst als sogenannter „letzter Freiwilliger“. „Aus diesem Grund wurden wir schon etwas eher entlassen“, berichtet er. Im Juni 1963 wechselte Manfred Kloß von der MTS zum Verkehrswesen, dem Kraftverkehr Suhl, wo er sowohl Abschlüsse als Berufskraftfahrer wie auch als Verkehrskaufmann machte, bevor er 1971 vom Betrieb zum Fernstudium an die Fachhochschulen nach Altenburg und Gotha delegiert wurde. Parallel war er damals als Leiter der Abteilung Arbeit tätig. 1975 beendete Manfred Kloß sein Studium erfolgreich als Ingenieur für Transportbetriebstechnik und arbeitete ab 1976 als Betriebsleiter des VEB Reifendienst Suhl. „In dieser Zeit zählten circa 70 Mitarbeiter zu meinem Verantwortungsbereich, die sich hier vorrangig mit Reifenrunderneuerung beschäftigten“, erzählt er. 1984 ging er als Abteilungsleiter für Hauptmechanik zum Kraftverkehr Suhl / Zella-Mehlis zurück. Im Zuge der Wende übernahm die Firma Gummi-Meier aus Landau einen Teil des VEB Reifendienst und auch einige Kollegen der Belegschaft. Manfred Kloß arbeitete fortan als Betriebsstellenleiter. 1998 ging er aus gesundheitlichen Gründen in Pension. In seiner Freizeit engagiert sich der seit frühester Jugend musikbegeisterte Thüringer als Organist in der Region. Zudem ist er Ehrenmitglied der Liebensteiner Musikanten. „Hier war ich bis 2015 als Dirigent und Sänger tätig. Im August 2018 besteht das Orchester 170 Jahre“, berichtet er. Auch als Tanzmusiker war er oft und gern unterwegs. 1965 heiratete Manfred Kloß seine Frau Helga, eine gelernte Mützenschneiderin. Mit Michael (*1966; Autoklempner) hat das Paar einen Sohn. Ein schwerer Schicksalsschlag nahm der Familie vor sieben Jahren Tochter Simone. Manfred Kloß versucht, sich mit Schwimmen fit zu halten, wenn die Gesundheit es zulässt. Er ist stolz auf das, was er für seine Lieben geschaffen hat, genießt die schönen Stunden und blickt zufrieden zurück auf arbeitsreiche, aber erfüllte Lebensjahre.
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