MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Edgar Klug
40 Jahre in der Metallindustrie
Erich-Kästner-Str. 26
08525 Plauen
Fon: 03741 / 520090
Edgar Klug kam am 30.03.1931 im thüringischen Schönbach bei Elsterberg zur Welt und wuchs mit zwei älteren Geschwistern auf. Sein Vater Bruno war als Chemiearbeiter tätig, Mutter Frieda Hausfrau. Von 1937–1945 besuchte Edgar Klug die Volksschule, unter anderem in Cossengrün. Im Anschluss absolvierte er von 1945–1948 eine Lehre als Maschinenschlosser in Elsterberg. „Hier hatte ich einen sehr guten Lehrmeister, der mich für meinen weiteren Berufsweg geprägt hat“, erinnert er sich. Seine erste Anstellung erhielt Edgar Klug von 1948–1951 als Spitzendreher in Greiz–Döhlau, von 1951–1956 arbeitete er im VEB Plamag und 1957 für kurze Zeit beim VEB Wema in Plauen. Von 1957–1960 leistete er seinen Wehrdienst bei der Kasernierten Volkspolizei in Karl-Marx-Stadt. Anschließend ging Edgar Klug bis zu seiner Pensionierung 1991 wieder zur Plamag zurück, da er sich hier beruflich sehr wohl fühlte und die Stadt Plauen seit den 50-er Jahren ohnehin zu seinem Lebensmittelpunkt zählte. Ab 1963 absolvierte er einen Meisterlehrgang, arbeitete fortan als Meister der Mechanik und wurde mehrfach als Aktivist der sozialistischen Arbeit ausgezeichnet. „Hilfsbereitschaft, Loyalität und Fleiß waren mir in meinem Beruf sehr wichtig. Ich war Mitglied der Partei, APO-Sekretär, im Regionalvorstand der Gewerkschaft und im Zentralvorstand des FDGB. Ich war keiner, der sich in den Vordergrund drängte, aber ich habe mich immer gern für die Belange der Mitarbeiter meines Betriebes eingesetzt“, sagt er. 1963 heiratete Edgar Klug seine Frau Gertraud, die überwiegend als Sekretärin im VEB Plamag angestellt war. „Gemeinsame Kinder haben wir keine, aber meine Frau hat zwei Kinder mit in die Ehe gebracht, von denen leider eines verstorben ist. Mit meinem Enkel Ronny, der als Kraftfahrer arbeitet, habe ich sehr guten Kontakt“, berichtet er. Gertraud Klug verstarb im Jahr 2011. Seit dieser Zeit lebt der betagte Witwer allein. Sein ganzer Stolz ist seit vielen Jahren der liebevoll gestaltete Garten in der Nähe von Kauschwitz, den Edgar Klug noch immer selbst bestellt. Auch mit Freunden, Bekannten und Weggefährten teilt er oft seine freie Zeit. „Ich bin ein zufriedener Mensch, fahre noch Auto und freue mich, wenn ich helfen kann“, resümiert er. „Große Reisen haben mich nicht so interessiert. Wir waren innerhalb Deutschlands unterwegs, aber am wohlsten habe ich mich zu Hause gefühlt“, schmunzelt er. Edgar Klug interessiert sich noch immer für das aktuelle Zeitgeschehen, liest viel und kümmert sich um den Haushalt. Viele Zukunftswünsche hat er nicht mehr. „Die Gesundheit bekommt in meinem Alter den höchsten Stellenwert“, sagt er. Aber auch ein friedliches und harmonisches Miteinander ist ihm wichtig und lässt ihn voller Erinnerungen auf einen erfüllten Lebensweg zurückblicken.