MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Horst und Brigitte Klingberg

Glück ist ein gedeckter Tisch

Horst und Brigitte Klingberg

Landmaschinenschlosser, Traktorist, Feuerwehrmann
Lehrerin

Goldene Höhe 14
04651 Ballendorf

Fon: 034345 / 23394

Brigitte Klingberg, geb. Weinrich, kam am 22.04.1945 in Ballendorf zur Welt. „Ein Professor der U.S. Army half bei der Geburt, da es keine Hebammen gab und ich verkehrt herum lag“, schildert sie ihren Start ins Leben. „Meine Mutter arbeitete auf dem Gut der Großeltern, Vater kenne ich nicht“, erzählt sie weiter. Aufgewachsen ist Brigitte, die es als uneheliches Kind schwer hatte, bei ihrer Großmutter. Von 1951–1959 besuchte sie die Schule in Ballendorf und ging zur EOS nach Bad Lausick. Im Anschluss absolvierte sie eine Ausbildung als Buchhalterin der MTS in Narsdorf und Leipzig. 1964 heiratete Brigitte ihren Mann Horst Klingberg. Mit Jens (*1964, Forsttechniker) und Berit (*1968, BMSR-Technikerin) zählen zwei Kinder und mittlerweile zwei Enkel zur Familie. Die Buchhaltung war für Brigitte Klingberg nicht die berufliche Erfüllung. Sie bewarb sich bei der Volksbildung. „Nach einem Vorbereitungslehrgang arbeitete ich fortan im Hort und absolvierte ein Pädagogik-Fernstudium in Altenburg“, berichtet sie. In Bad Lausick trat sie später ihre erste Lehrerstelle an. 1970 zog Familie Klingberg nach Zwenkau, wo sie ebenfalls als Lehrerin arbeitete. Ab 1980 entschlossen sich die Klingbergs, auf das elterliche Grundstück nach Ballendorf zurück zu ziehen und die Scheune auszubauen. „Bis zur Fertigstellung wohnten wir in Geithain“, erinnert sich Brigitte, die zwischenzeitlich eine Direktorenstelle in Obergräfenhain angenommen hatte. Später unterrichtete sie wieder an der Geithainer bzw. an einer Schule in Bad Lausick bis zur gesundheitlich bedingten Berentung 2003. Horst Klingberg wurde am 22.10.1943 im schlesischen Niedersalzbrunn geboren und hat zwei ältere Schwestern. Sein Vater arbeitete als Straßenmeister, die Mutter war Hausfrau. Nach der Flucht und einer Zwischenstation in Bayern kam die Familie in Dresden an, fuhr aber aufgrund eines Fliegeralarms weiter. „In dieser Nacht wurde Dresden zerstört“, erzählt Horst Klingberg, der danach in Geithain aufwuchs, die Schule besuchte und keine einfache Kindheit erlebte. Sein Berufswunsch war der Bergbau, was ihm seine Mutter aber ausredete. Horst Klingberg absolvierte stattdessen eine dreijährige Lehre als MTS Landmaschinenschlosser und Traktorist. Er arbeitete als Nordlandfahrer (Brigadier) bei Bützow und ging anschließend drei Jahre zur Armee. Später war er vorrangig bei der Berufsfeuerwehr tätig und bildete sich stetig weiter. Nach der Wende betrieb Horst Klingberg einen Wohnmobilhandel und leitete zehn Jahre ein Umsiedlerwohnheim. In seiner Freizeit ging er gern zur Jagd, war Kaninchenzüchter und im Oldtimerverein aktiv. Brigitte Klingberg züchtete Kartäuser Katzen. „Heute ist Glück für uns Gesundheit, ein gedeckter Tisch und Harmonie“, resümieren beide nach über 50-jähriger Ehe und einem bewegten Leben.
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