MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Mechthild Klugert

Begleitung ins Leben

Mechthild Klugert
Hebamme

Bergstraße 36
15230 Frankfurt (Oder)
Fon: 0335 / 64018

Mechthild Klugert wurde am 26.04.1955 in Jena geboren. Um zum Abitur in Rudolstadt zugelassen zu werden, musste sie sich in der 10. Klasse verpflichten, anschließend ein Studium aufzunehmen. Als Studienwunsch gab sie Ärztin an. Ihren wirklichen Berufswunsch musste sie bis zum Abschluss des Abiturs geheim halten. In ihrer Ferienarbeit erlebte sie in einer geburtshilflichen Station eine Geburt. Dieses Erlebnis festigte ihren Berufswunsch, als Hebamme zu arbeiten. Die Ausbildung erfolgte 1973 bis 1975 im Rahmen der Erwachsenenqualifizierung. Später wurde die Lehre als Fachschulausbildung anerkannt. Über verschiedene Stationen in Erfurt, Lutherstadt Wittenberg und Roßlau kam sie an das Klinikum Frankfurt (Oder). Zuerst als Teilselbstständige und seit 2006 als Selbstständige übernimmt sie die Betreuung von Schwangeren und Familien besonders vor und nach der Geburt. Das Besondere und Einzigartige der Elternwerdung steht dabei im Mittelpunkt. Der Zeitpunkt der Geburt ist darin eingebettet und wird nicht als besonderes Merkmal hervorgehoben. Ihre Verantwortung in diesem Prozess ist groß. Elemente der Gesundheitsentwicklung und der psychologischen Entwicklung sind zu beobachten und bei Auffälligkeiten sind die entsprechenden Hilfestellungen zu geben. Dabei wird auf die Eigenverantwortlichkeit der Eltern immer der größte Wert gelegt. Mechthild Klugert betrachtet die Elternwerdung als normalen, gesunden Prozess im Leben. Dieser reicht von der Schwangerschaft über die Geburt und das Wochenbett bis zum Stillen. Sie profitiert von ihrer Erfahrung im Klinikum, würde aber einige Dinge in der Organisation verändern. Väter werden in die Vorbereitung einbezogen. Bei Großeltern müssen oft Ängste und Vorbehalte abgebaut werden. Mechthild Klugert hat einen Kurs für werdende Großeltern aufgebaut. Sie ist seit 1978 verheiratet und selbst Mutter zweier Kinder. Ihr eigener Kraftquell sind Yoga, Handarbeit und ein gutes Buch. Sie sieht Geduld als oberste Pflicht in ihrem Beruf und stellt fest, dass die Gebührenordnung wie an so vielen Stellen kontraproduktiv wirkt. Arroganz kann sie nicht ausstehen. Wenn sie sich ausgenutzt fühlt, kann sie zornig werden. Gegenüber dem neuen Leben ist sie empfindsam und behutsam. Sie möchte in Gesundheit noch viele Leben auf den Weg bringen.
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