MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Edith Klopfer

Konstanz, Selbstachtung und Konsequenz

Edith Klopfer

Diplomlehrerin
Birkenweg 16
04552 Borna Siedlung Kesselshain
Fon: 03433 / 248357

Seit 2001 Pensionärin, gelten ihre Vorlieben Garten- und Computerarbeit. Mit ehemaligen Kollegen wird seit 25 Jahren gemeinsam der Lehrertag begangen und Feierlichkeiten mit Sportfreunden bereichern nach forderndem Berufsleben regelmäßig den Alltag. Geboren wurde Edith Klopfer am 22.02.1930 in Borna. Den Eltern ging es finanziell schlecht und sie wuchs vorerst wohlbehütet und fröhlich bei ihrer Tante in Bergisdorf auf. 1936 eingeschult, heirateten ihre Eltern 1938. Sie bekam ein Brüderchen und kehrte 1940 zu den Eltern zurück. Von diesen strenger erzogen, erlangte sie auf diese Weise allerdings großes Verantwortungsbewusstsein. Um dem Pflichtjahr zu entgehen, schickten sie die Eltern 1944 auf die private Handelsaufbauschule in Altenburg. Am 1. Juni 1946 begann ihr Berufsweg bei der Energie Borna AG. Nebenbei betrieb sie mehrere Sportarten und nahm 1950 an den Weltfestspielen teil. Danach wurde sie bei der Freien Deutschen Jugend als Schreibkraft eingesetzt, konnte sich mit dieser Arbeit nicht identifizieren und beendete selbige neun Monate später. Weiterhin beim Deutschen Turn- und Sportbund als Sekretärin beschäftigt, baute sie eine neue Außenstelle in Geithain mit auf und lernte dort ihren Mann Rudolf kennen. Dieser musste sich später in die Lungenheilstätte Zschadraß begeben. Sie wohnte damals in Geithain, war schwanger und suchte nach einem Ausweg. Der Hinweis eines Freundes half weiter. Daraufhin begann Edith Klopfer 1952 als Hilfssachbearbeiterin beim Rat des Kreises in Borna und stieg schnell zur Fachgebietsleiterin des Bereiches Lebensmittelindustrie auf. Nach Klinikentlassung heiratete sie ihren Rudolf 1953 und Sohn Frank wurde geboren. Ihr Mann verstarb an den Folgen der Krankheit 1965 mit nur 38 Jahren. 1957 eingesetzt als Internatsleiter im Lehrlingswohnheim des Kombinates Espenhain, war eine pädagogische Ausbildung notwendig. Durch Fernstudium erhielt sie Abschlüsse als Erzieher und Unterstufenlehrer und betreute über 100 Lehrlinge im LWH Schloss Güldengossa. Nach Kennenlernen ihres zweiten Mannes, welcher als Leiter der Theoretischen Ausbildung und Lehrer in der gleichen Betriebsberufsschule arbeitete, ergaben sich Schwierigkeiten durch die unterschiedlichen Arbeitszeiten und die unerwünschte Zusammenarbeit von Eheleuten. So führte sie der Weg 1968 an die Berufshilfsschule in Eula. 1975 nahm Edith Klopfer ein weiteres Studium an der pädagogischen Hochschule Leipzig auf und verlor gleichen Jahres den zweiten Mann. Das Lehrerdiplom erwarb sie 1976 und lehrte bis 2001 an der gleichen Schule. So endete ihr beruflicher Werdegang, der Konstanz, Selbstachtung und Konsequenz nie vermissen ließ.. Heute genießt Edith Klopfer ihr harmonisches Familienleben und verleiht der Hoffnung nach einer friedlichen Welt Ausdruck.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz