MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Ursula und Gottfried Klotz

Zur Familie zusammengefunden

Ursula und Gottfried Klotz

Rentner
09661 Striegistal OT Pappendorf

Kurz nach der Geburt 1944 im Ostpreußischen Lindenhaus hatte die Familie schon die Heimat zu verlassen, in Wernesgrün (Vogtland) fand sie neue Chancen. Die junge Ursula besuchte hier die Schule bis zur 6. Klasse, schloss die 8. Klasse im nahen Auerbach ab. In der Lehrzeit und ersten Berufstätigkeit in der Wäschefabrik Auerbach überzeugte sie so, dass sie zum Studium an die Ingenieurschule für Bekleidungstechnologie delegiert wurde. Heirat und Geburt der Tochter 1963 (1972 kam der Sohn zur Welt) brachten eine berufliche Auszeit für Ursula Nitzsche. Sie fing in Heimarbeit an, wieder für den Textilbereich tätig zu werden. Mit ihrem ersten Mann übernahm sie als Kommissionshändler ein Geschäft für Tabakwaren und Lotto. Als er verstarb, entschloss sie sich den Laden nicht allein weiterzuführen, nutzte die Chance, ab 1989 beim Rat der Stadt, Abteilung Finanzen anzufangen, wurde nach den Umstrukturierungen ins Finanzamt übernommen, besuchte Lehrgänge, war die letzten Jahre bis zum Übergang in Altersteilzeit 2002 beim Finanzamt in Chemnitz tätig. Gottfried Klotz kam in Berthelsdorf zur Welt. Kindheit und Jugend wurden durch die elterliche Landwirtschaft geprägt. Die Grundschule besuchte er am Ort, die 8. Klasse schloss er im nahen Hainichen ab, dann folgte die Lehre bei der privaten Fa. Schüttoff, Werkzeugmaschinenbau. Nach Abschluss der Schlosserlehre arbeitete er hier weiter, wechselte dann zur Fa. Hunger in Frankenberg, entschied sich dann beim Bau (meist auf Montage) sein Geld zu verdienen. Der Stadtbau Zwickau, der Erdbau Leipzig waren Stationen, vom Erdarbeiter entwickelt er sich zum Baggermaschinist, dann zum Baggerfahrer, wurde Brigadier und absolvierte das Meisterstudium in Blankenburg (Harz). Beim Bau- und Montagekombinat (BMK) Süd saß er dann zu viel hinterm Schreibtisch, wurde zudem – da kein Parteigenosse – bei Entscheidungen übergangen, so dass er zu einem Betrieb wechselte, aus dem bei der Privatisierung 1990 die heutige mittelständische Betonstein GmbH Chemnitz hervorging. Ab 1993 arbeitete im neu gegründeten Schwesternbetrieb Bau und Baustoff GmbH in Chemnitz als Produktionsmeister, blieb hier bis zum Renteneintritt als Schlosser, war aber auch gleichzeitig Gesellschafter. 1961 hatte er geheiratet, der Ehe entsprangen eine Tochter und ein Sohn, nur verstarb seine erste Frau bereits 1988. So wurde für die verwitweten Ursula Nitzsche und Gottfried Klotz aus der ersten Begegnung 1990 ein gemeinsamer Lebensweg, 2001 durch die Eheschließung dokumentiert, zur erweiterten Familie zählen vier Enkel- und drei Urenkelkinder.
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