MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Alfred Klinke
„Anderen helfen“
Pädagoge
Buchaer Str.12e
07747 Jena
Diese Maxime bestimmt das Leben von Alfred Klinke seit über vier Jahrzehnten. „Ich habe ein Helfersyndrom, sonst wäre ich nicht beim DRK“, sagt er. Bereits während des Studiums erwarb er die Rettungsschwimmerqualifikation und einige Zeit später auch den Lehrschein als Lehrkraft für die Ausbildung von Rettungsschwimmern und Sanitätern. Seine ehrenamtliche Tätigkeit als Lehrkraft für das DRK begann 1966 und endete erst mit dem Erreichen des 60. Lebensjahres. Zusätzlich auch als Schwimmlehrer tätig und gibt er bis heute noch Schwimmunterricht, nebenberuflich in einem Jenaer Freizeitbad sowie ehrenamtlich für die Wasserwacht Jena in der Schwimmhalle Lobeda. Für sein Engagement erhielt Alfred Klinke 1994 vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker das Ehrenzeichen des DRK in Gold. Der Beginn seines Lebens war jedoch von Entbehrungen gezeichnet. Geboren 1939 in Sagan (Niederschlesien), musste die Familie Anfang des letzten Kriegsjahres mit einem Flüchtlingstreck die Heimat verlassen und erlebte bis zum Frühsommer 1946 verschiedene tschechische Flüchtlingslager. Endlich in Deutschland angekommen, wurde ihnen in Aschersleben ein neues Zuhause zugewiesen. Hier besuchte Alfred Klinke die Schule bis zur 8. Klasse und absolvierte dann eine Berufsausbildung zum Betriebs- und Verkehrseisenbahner am Bahnhof Aschersleben. Diese konnte er auf Grund sehr guter Noten drei Monate vorfristig beenden. Bis 1959 arbeitete er als Dispatcher- Assistent bei der Bahn und holte in dieser Zeit die 10. Klasse nach. Inspiriert durch den Bruder, der Lehrer werden wollte, entschied sich auch Alfred Klinke für einen Berufswechsel. Bereits früher hatte er schon oft an der Schule der Mutter, die als Bibliothekarin dort tätig war, in den Ferienspielen gerne Kinder betreut. Am Institut für Lehrerbildung in Ballenstadt absolvierte er ein Studium zum Unterstufenlehrer und gleich anschließend noch ein Fernstudium zum Sportlehrer mit Lehrbefähigung bis Klasse 8. Nach Ende des Direktstudiums wurde Alfred Klinke durch die Absolventenlenkung an die Polytechnische Oberschule (POS) in Harzgerode vermittelt. Dort unterrichtete er bis 1964, zog dann nach Jena zu seiner späteren Ehefrau. Als Heimerzieher nahm er zunächst eine Tätigkeit im Lehrlingswohnheim des Bau- und Montagekombinates (BMK) Erfurt auf, später erfolgte ein Betriebswechsel zu Carl Zeiss, wo er bis zu seinem Rentenbeginn 2001 arbeitete. Daneben erfolgte zwischenzeitlich über ein Jahrzehnt der Einsatz als Berufsschullehrer an der Betriebsberufsschule (BBS) in Göschwitz v. a. in den Fächern Betriebsökonomie und Marxismus/Leninismus. Auch im Ruhestand ist Alfred Klinke sportlich weiterhin mit Radfahren und Schwimmen aktiv. Reisen und Lesen sind weitere Lieblingsbeschäftigungen. Über 55 Länder, davon zehn in Übersee, hat er schon besucht. Es erfüllt ihn mit Freude, dass er noch so fit ist und wünscht sich dieses noch möglichst lange zu bleiben.