MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Lothar Klein

Das Skatspielen ist ihre große Leidenschaft

Lothar Klein

und Anette Wernicke
06779 Raguhn-Jeßnitz

Noch heute wohnt er in seinem Elternhaus, das einst seiner Oma väterlicherseits gehörte. Lothar Klein aus Raguhn-Jeßnitz erinnert sich noch genau: „Als ich fünf Jahre alt war“, zogen wir hier ein“, blickt der Sohn eines Schweißers und einer Verkäuferin in seine Kindheit zurück. Geboren 1948 in Wolfen in Sachsen-Anhalt, ging Lothar Klein zehn Jahre lang zur Schule. Nach seiner Schulzeit wollte er unbedingt zur Marine, was aber nicht klappte. Er entschied sich für eine zwei Jahre dauernde Ausbildung zum Betriebsschlosser in der Filmfabrik. Ein halbes Jahr arbeitete Lothar Klein nach der Lehre in seinem Ausbildungsbetrieb und kam anschließend für 18 Monate nach Halberstadt zu den NVA-Grenztruppen. Nach seiner Zeit als Soldat stieg er beim RAW Dessau ein, denn der Bahn-Betrieb bot bessere Verdienstmöglichkeiten für den jungen Mann. Schließlich wollte er eine Familie gründen. Lothar Klein, der mit 55 Jahren in den Ruhestand trat, war von 1973-2002 verheiratet mit seiner Frau Monika (Ökonomin), die 2002 starb. Der Vater von zwei Söhnen (Michael, geboren 1973, Polizei, LKA Magdeburg; Stefan, geboren 1977, bei der Polizei in Dessau) und Großvater von fünf Enkelkindern lebt seit Jahren mit seiner Partnerin Anette Wernicke (drei Kinder, drei Enkel) zusammen, die er schon lange kennt. Beide Lebensgefährten verbindet das Skatspielen, eine Leidenschaft ihrer Vorfahren. Etliche Skatreisen führten Lothar Klein und Anette Wernicke (geboren 1963 in Staßfurt in Sachsen-Anhalt, gelernte Viehpflegerin, später Maschinistin, Gärtnerin, Gastwirtin und Verkäuferin), die ihrem Skatverband angehören, schon in die Türkei, die sie seit Jahren im Frühling und im Herbst bereisen. Als Ausgleich genießen beide ihren Garten. Während Anette Wernicke, die ihre Oma Elisabeth als Vorbild für sich bezeichnet, die früher mit ihrem Ex-Mann eine Gaststätte betrieb, sehr gern kocht, besonders Krautrouladen, liest Lothar Klein täglich die Zeitung. Beide leben sie gerne in ihrer Region. Glück bedeutet für sie und ihn ihr gemeinsames Leben, so, wie sie es gestalten, und ihre große Familie mit Kindern und Enkeln. Für die Zukunft wünschen sich die Lebenspartner weiterhin Harmonie in der Familie und - vor allem wieder mehr Gesundheit, auch, um beweglicher zu sein und wieder in die Türkei an die Reviera reisen zu können. Ihre ehrenamtliche Arbeit im Skatverein bezeichnen sie als Traditionspflege, die sie nicht missen möchten. Nachwuchs könnte der Verband, der schon viel dafür geworben hat, allerdings gut vertragen. Doch bei der Jugend fehlt das Interesse für das Skatspiel. Das finden Lothar Klein und Anette Wernicke bedauerlich, zumal der Verband vieles sponsern würde. Alle Versuche seien in Schulen bisher fehlgeschlagen.
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