MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Prof. Dr. phil. Artur Kleine

Konsequenz – Maxime des Lebens

Artur Kleine
Diplom-Gesellschaftswissenschaftler und Professor für Geschichte

Alte Wittenberger Straße 56
06917 Jessen (Elster)
Fon: 03537 / 214058

Geduld, Ehrgeiz, Fleiß – Attribute, die Stärke, Charakter verdeutlichen – sind begleitet von einem Hochmaß an Konsequenz, die den beruflichen Werdegang so interessant gestaltete. Geboren wurde Artur Kleine am 09.03.1923 in Jaucha bei Hohenmölsen. Nach der Grundschule absolvierte er eine Maurerlehre, arbeitete zwei Jahre im Beruf und kam zum Arbeitsdienst. 1942 begannen noch entsetzlichere Jahre als Soldat. Er geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft und konnte erst Ende 1945 in seine Heimat zurückkehren. Das Schulwesen formierte sich neu. Um Unterrichtsprozesse zu forcieren, waren jede Menge Neulehrer gefragt. Herr Kleine besuchte einen Kurs in Weißenfels, nach kurzer Unterbrechung einen für Russisch in Sangerhausen und nahm 1948 seine Lehrtätigkeit auf. Schnell avancierte der Neulehrer zum stellvertretenden Direktor und eine steile Karriere war nicht mehr aufzuhalten. Schon 1952 berief man ihn als Referent für Weiterbildung ans Schulamt Zeitz, 12 Monate danach als Schulrat nach Naumburg, und wiederum ein Jahr später zeichnete er bei der Bezirksleitung der SED Halle als Sekretär für Kultur und Volksbildung verantwortlich. Das Jahr 1958 war begleitet vom Besuch der Parteihochschule Berlin, die er als Diplom-Gesellschaftswissenschaftler verließ, am Pädagogischen Institut Halle als Sektionsdirektor für Marxismus/Leninismus begann und seiner Einrichtung bis 1988 – der Zeit seiner Pensionierung – treu blieb. Es gab viel Arbeit, dennoch eröffnete sich eine spannende Ära, in der Herr Kleine 1969 an der Martin-Luther-Universität Halle zum Dr. phil. promovierte. Auch begleitete der Pädagoge eine Ausstellung des Ministeriums für Volksbildung zur „Entwicklung der Volksbildung in der DDR“, die einst in Stuttgart stattfand und die er leitete und Vorträge über Probleme der Volksbildung hielt. 1971 vom Ministerium zum Professor für Geschichte berufen, war er an den Hochschulen in Moskau und Ufa als Gastprofessor gern begrüßter Wissenschaftler. 1992 zog der Professor mit seiner Ehefrau nach Jessen. Sie verstarb sieben Jahre später und die Familie mit seinen Kindern, fünf Enkeln und fünf Urenkeln rückte noch enger zusammen. Seine Leidenschaft für Geschichte wurde von Kriminalromanen, Hund Purzel und Fußballspielen im TV abgelöst. Der rüstige Rentner träumt von langer Gesundheit, ebenso langer geistiger Vitalität, und wird die Maxime seines Lebens – Konsequenz – konsequent beibehalten.
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