MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Renate und Günter Kitta
Ehe und Familie – ein Reichtum, der mit nichts zu vergleichen ist
Sortiererin i. R.
Hochdruckheizer und Heizungsmonteur i. R.
Reitzenhainer Str. 15 c
09322 Penig
Sich persönlich nie untreu zu werden, inkludiert bei Renate und Günter Kitta ebenfalls den wichtigsten Grundpfeiler ihrer schönen, harmonischen Ehe. Das Zauberwort lautet Treue – eine Treue, die Lebensfreude, kameradschaftliches Zusammenstehen, Freundschaft und Liebe vereint. Als zartes Pflänzchen begann diese Liebe einst beim Silvestertanz während seiner Armeezeit in Berlin.. Es sollte wachsen und gedeihen. Schon seit 1962 sind sie ein Ehepaar und empfinden großes Glück darüber, noch immer vereint zu sein.
Günter Kitta wurde am 08.04.1940 in einem Dörfchen nahe Dresden als eines von drei Kindern geboren. Mutter verstarb, als er gerade vier Jahre alt war. Vater befand sich im Kriegsdienst. Bis in die 50er Jahre hinein wuchs er bei den Großeltern auf, welche Landwirtschaft betrieben. Für ihn bedeutete dies, beizeiten harte Arbeit auf dem Hof verrichten zu müssen.
Nach der Schule begann er im Zwei-Schicht-System zu jeweils 12 Stunden in der Zuckerfabrik, wechselte nach zwei Jahren in einen kleineren Betrieb nach Vetschau und ließ sich währenddessen zum Heizer ausbilden.
Um größere Einkäufe zu tätigen, begab sich Günter Kitta regelmäßig nach Berlin und auch seine Armeezeit führte ihn von 1959/62 zum Wachregiment nach Adlershof.
Im Anschluss, nun schon verheiratet, zog er nach Penig zu seiner Frau, begann im Getriebewerk als Hochdruckheizer und wechselte gegen Ende aufgrund einer Herzerkrankung in die Modelltischlerei. Gegen Ende bedeutet die Zeit der deutschen Vereinigung, welche zu Umorientierung führen musste. Gemeinsam mit Sohn Andreas begab er sich auf die Suche nach Heilbronn, hatte das große Glück, sofort Arbeit zu finden und konnte für nochmals fünf Jahre, bis sich seine Herzkrankheit verschlechterte, als Heizungsanlagenmonteur tätig werden.
Ehefrau Renate, am 06.08.1941 in Penig geboren, erinnert sich trotz entsetzlicher Kriegszeiten schöner Stunden kindlichen Aufwachsens. Später ließ sie sich an der Papierfabrik zur Sortiererin ausbilden, blieb bis nach der Wende 1991 im gleichen Betrieb, denkt gern an das schöne kollegiale Verhältnis zurück, an kleine Plaudereien am Arbeitsplatz und an die große Freude, einen Urlaubsplatz an der Ostsee erbeutet zu haben.
Leider schwinden im Pensionsalter ein wenig die Kräfte, doch Gartenarbeit ist noch immer die liebste. Früher trainierte Günter Kitta als Fußballtrainer Kinder- und Jugendmannschaften. Heute sind Renate und Günter Kitta dreifache Großeltern, zweifache Urgroßeltern und genießen den ausgeprägten Familienzusammenhalt. Sohn und Enkel kommen so oft wie möglich zu Besuch und gemeinsam verbrachte Stunden bedeuten Reichtum, der mit nichts zu vergleichen ist.