MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Konrad Kirsten

Naturverbunden

Konrad Kirsten

Ingenieur für Zellstoff und Papier
Rosa-Luxemburg-Str. 22
04668 Grimma

Gerade feierte Konrad Kirsten 80 Jahre Schulanfang mit ehemaligen Klassenkameraden. In Hohnstädt (seit 1952 Ortsteil von Grimma) war er 1929 geboren worden. Schon sein Vater wirkte erst als Werkführer und später als Oberwerkführer in der Papierfabrik Golzern, doch erst interessierte sich der junge Konrad nach dem Schulbesuch (1936–44) für die Försterei, die Natur lag ihm näher. Er begann eine praktische Lehre im in der Oberförsterei Kloster Nimbschen, unterbrochen von einigen Tagen im Frühjahr 1945, wo den 15jährigen in der Grimmaer Kaserne der richtige Kriegseinsatz letztendlich erspart blieb. Da aber die theoretische Ausbildung für den Forstberuf in jenen Jahren nicht begleitend angeboten werden konnte, waren die fast vierjährigen Bemühungen ohne Abschluss und Perspektive. Nun nahm ihn der Vater mit in die Papierfabrik, wo Konrad Kirsten neben der Arbeit einen Abschluss als Papiermacher an der Abendschule erwerben konnte. 1955 wechselte er ins Labor, qualifizierte sich zum Laboranten und im Fernstudium in Altenburg zum Ingenieur für Zellstoff und Papier. Erst in stellvertretender Funktion eingesetzt, avancierte er später zum Laborleiter. Zugleich wurde er Leiter einer fabrikübergreifenden Arbeitsgruppe, denn das Golzerner Werk funktionierte als Erzeugnisgruppenleitbetrieb für alle grafische Papiererzeugende Betriebe. Als er auf ärztlichen Rat im Jahr 1991 in den Vorruhestand ging, blieb ihm der Niedergang der einstigen Qualitäts- und Spezialfirma und die Stilllegung nach den Hochwasserkatastrophen erspart. Seit 1951 war er mit Frau Anita verheiratet, die im Rat des Kreises, Abteilung Volksbildung, Kreisbild- und Lehrmittel-Stelle als Sachbearbeiterin tätig war, die er bei einer schweren Krankheit, ebenso wie einst die Eltern, pflegte, bis sie 2005 von ihm ging. Auch der 1952 geborene Sohn Frank verstarb früh (2007), so dass ihm die Enkel als Familie verblieben. Als Mitglied der Urania-Gesellschaft, aber ebenso im eigenen Garten widmet er sich der Natur. Beim Klettern, einst in der Hohen Tatra, später in kleineren Dimensionen in der Sächsischen Schweiz, stürmte er Gipfel. Seit Jahren ist der jährliche Kuraufenthalt in der Kirnitzschtalklinik Bad Schandau besondere Freude. Zu Hause hält er sich wöchentlich einmal in der Gymnastikgruppe noch etwas fit.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz