MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Wilfried Klage

Als Schlosser unterwegs

Wilfried Klage

Rentner
Merseburger Str. 6
12689 Berlin

Der Krieg hat seine Kindheit geprägt. 1936 in Berlin geboren, wird er mit der Mutter und der Schwester nach Lauchhammer evakuiert. Als der Krieg zu Ende war, sind sie mit dem gerade geborenen Säugling nach Berlin gelaufen... „Bereits als Junge habe ich dafür gesorgt, dass wir eine warme Stube hatten und Mutter ist“ hamstern“ gefahren. Unser Vater war in Kriegsgefangenschaft, und den habe ich mit meiner Schwester hier in Berlin – Zoo abgeholt,“erinnert er sich. Wilfried Klage geht von 1943 bis 1950 zur Schule.. Er hat noch in einem Raum mit mehreren Klassen Unterricht Bis 1953 absolviert er in einer Berliner Lehrwerkstatt die Lehre als Kunst- und Bauschlosser. Hier lernt er auch auch das Schmieden. In einem Privatbetrieb tätig, erledigt er Aufträge der KWV (Kommunale Wohnungsverwaltung) u. a. Türbeschläge reparieren, Schlüssel anfertigen. Dann wechselt er in einen VEB. Als für die NVA, die Polizei oder die Feuerwehr geworben wird, entscheidet sich Wilfried Klage für die Feuerwehr. 4 Jahre dort, ist er wieder als Schlosser und Schweizer beschäftigt. Nach dem Mauerbau geht er in den alten Betrieb zurück und ist hier als Schlosser und Punktschweizer angestellt,, später auch als Einrichter. Er arbeitet in 3 Schichten. Infolge Arbeitsvorbereiter, erwirbt er die Abschlüsse als Mechaniker und Meister. Der Versuch, sich selbständig zu machen, scheitert an den fehlenden Grundmaterialien. 1978 beginnt er, als Stahlbauschlosser bei der PGH Rationalisierung zu arbeiten. Geländer, Treppen, Podeste - fast alles wird gebaut. Wilfried Klage führt eine Brigade in der Berliner Charite. 1991 wir die PGH mit ihm und den Kollegen „verkauft.“ Als das Unternehmen in Konkurs geht, bleibt ihm der Weg in die Arbeitslosigkeit und schließlich der Ruhestand Für seine Arbeit wird er in der DDR mehrfach ausgezeichnet. In der Jugend hat er Fußball gespielt, bei der Feuerwehr sich mit Joga fit gehalten. Heute führt er den Haushalt, geht einkaufen, kocht für sich und seine Frau. Die Familie ist ihm wichtig, die Frau, drei Kinder und ein Enkel. Am liebsten ist er mit seinem kleinen Hund Bruno unterwegs. Andere Hobbys des 78Jährigen sind Fernsehen, Lesen, Kreuzworträtseln. Mit Ruhe und Gelassenheit hat er sein Leben gemeistert. Zufrieden, wünscht er sich: „Bis ins hohe Alter gesund bleiben und dann keinem zur Last fallen.“
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