MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Anke und Erwin Kirchhof

Zwei ausdauernde Optimisten

Anke und Erwin Kirchhof

Krankenschwester
Ingenieur für Maß- und Regeltechnik, Ingenieurpädagoge
Muldenweg 5 a
04680 Colditz OT Sermuth
Fon 034381 / 43846

Anke und Erwin Kirchhof sind seit 1978 verheiratet, im selben Jahr kommt die Tochter Claudia zur Welt, die heute als Bürokauffrau arbeitet, der Sohn Stefan ist in der Logistikbranche beschäftigt. Anke und Erwin Kirchhof sind sehr stolz auf ihre Familie. Anke Kirchhof kommt am 13. Dezember 1958 in Colditz zur Welt und wächst in Sermuth auf. Als Kind badet sie gern in der Mulde, das Einzelkind kommt so mit vielen Altersgenossen zusammen. Der Vater repariert als Kfz-Meister Autos, Mopeds und Motorräder, bis 1974 arbeitet der Großvater in der Werkstatt mit. Sie überzeugen auch Kunden aus der Bundesrepublik und Polen mit ihrem handwerklichen Können. Die Mutter arbeitet zunächst als Krippenerzieherin und geht dann in eine Porzellanfabrik, wo sie im Schichtsystem tätig ist. Anke Kirchhof muss sich während ihrer zehnjährigen Schulzeit mit den Vorurteilen von Kindern aus so genannten „höhergestellten Elternhäusern“ auseinandersetzen, die sie die Probleme ihrer Familie spüren lassen. Sie absolviert ab 1975 eine dreijährige Ausbildung zur Krankenschwester und ist von 1978–1999 in diesem Beruf in Zschadraß tätig. Danach orientiert sich Anke Kirchhhof um, leitet unter anderem zehn Jahre ein Behindertenheim und wechselt 2010 als Büroleiterin in die Steinmetzfirma des Schwiegersohns, die sechs Jahre später Insolvenz anmelden muss. Trotzdem sucht sie nach neuen Wegen in die Selbstständigkeit und schreibt weiterhin Bewerbungen. Der am 18. Mai 1950 geborene Erwin Kirchhof verlebt eine sehr schöne Kindheit, in der die Großeltern alles für ihn tut. Die Schule schließt er mit der zehnten Klasse ab und erlernt anschließend den Beruf eines Werkzeugmachers. Nach dem Dienst in der Armee qualifiziert er sich zum Ingenieurpädagogen und trägt in seinem Betrieb Elektro-Schalt-Geräte Grimma (ESG) bald Verantwortung für sämtliche Ausbildungszweige. Während der Abwicklung des ESG ab 1993 gelingt es Erwin Kirchhof, viele Lehrlinge bei privaten Handwerksmeistern unterzubringen. Später betreut er im Institut für Fortbildung und Umschulung jahrelang arbeitslose Jugendliche und Russlanddeutsche. Er ist auch für die Beschaffung des Ausbildungsmaterials verantwortlich und erlebt hier eine Unmenge an Verschwendung. Zum Schluss kümmert sich Erwin Kirchhof beim Internationalen Bund um Langzeitarbeitslose und HARTZ-IV-Empfänger, die teilweise schwer alkoholkrank sind. Er blickt mit Stolz auf ein Arbeitsleben zurück, in dem es zwischen den Beschäftigungen für ihn nie Unterbrechungen gegeben hat.
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