MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dr. rer. nat. Dipl.-Ing. Günter Kirsch

Die Anwendung einer neuen physikalischen Meßmethode als Hilfe für die Menschen in der Medizin

Günter Kirsch

Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Friedrich-Schiller-Universität
Distelweg 19
07745 Jena

Regional verwurzelt, ist es für Dr. Kirsch bemerkenswert, dass er am selben Tag nur erst 1941– Geburtstag hat, am einem 14. Oktober, an dem einst 135 Jahre zuvor die berühmte Schlacht bei Jena und Auerstedt tobte. Der Jenenser besuchte ab 1948 die Schule, wechselte 1956 auf die Erweiterte Oberschule „Am Anger“, legte 1960 das Abitur ab. Zwanzig Monate diente er freiwillig in der Nationalen Volksarmee (NVA), begann 1962 an der Technischen Hochschule in Ilmenau ein Ingenieurstudium an der Fakultät Schwachstromtechnik, Fachrichtung radiologische Technik und medizinische Elektronik, das er nach inkludiertem Praktikum beim Röntgen- und Transformatorenwerk Dresden 1968 als Diplomingenieur abschließen konnte. Bei der Absolventenlenkung half ihm, dass er in Jena bereits eine Wohnung hatte. So wurden die Medizinische Klinik und die Medizinische Poliklinik der Friedrich-Schiller-Universität Jena sein Arbeitgeber. Als wissenschaftlicher Assistent betreute er die technisch anspruchsvollen medizinischen Apparate, war für Einweisung der Ärzte und Schwestern zuständig, erlebte die ersten Patienten mit Herzschrittmacher und die Patienten an der künstlichen Niere und war für deren Betreuung mit verantwortlich. Später wechselte er an die Sektion Physik der Universität und wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter in Forschung und Lehre. Mit Entwicklung von Messgeräten zur Registrierung von Magnetokardiogrammen (Messung von Herzströmen) und Magnetoenzephalogrammen (Messung von Hirnströmen) berührungslos vom Körper des Menschen, konnte er sich die Grundlagen und Ergebnisse für seine Dissertation erarbeiten. Nach Ablegen von Zusatzprüfungen in experimenteller und theoretischer Physik verteidigte er 1985 die Promotionsarbeit und wurde Dr. rer. nat. Als die Verantwortung für die Universität vom DDR-Hochschulministerium 1990 an den wieder gegründeten Freistaat Thüringen überging, konnte er – fachlich überzeugend – nach Evaluierung an der Universität bleiben, war Forschungsingenieur, in Lehre und Ausbildung tätig, zeitweise auch wissenschaftlicher Mitarbeiter des Dekans und fand mit dem Arbeitsgebiet Epitaxie (Bedampfung von dünnen Schichten) eine neue wissenschaftliche Herausforderung. 2006 wurde er emeritiert. Die Modelleisenbahnen (neben der Anlage auf Platte gibt es eine weitere im Garten) fordern nach wie vor sein technisches Verständnis. Seine Frau Gisela (Heirat 1967) war Apothekerin. Nach 24-jähriger Tätigkeit als stellvertretender Leiter in einer staatlichen Apotheke hat sie sich 1991 mit der Brunnenapotheke in Bürgel selbstständig gemacht.Inzwischen hat Sohn Roger, Fachapotheker und Dr. der Pharmazie, diese Apotheke übernommen. Dr. Günter Kirsch erwarb deshalb die unter Denkmalschutz stehende Gebäudeanordnung mit Apotheke und betätigte sich zeitweilig als Bauleiter. Auch der zweite Sohn Remo erwarb als Dr. der Physik wissenschaftliche Meriten. Fünf Enkel vergrößern das Familienbild.
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