MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Max Kinast

Erfolgsgarant des Rostocker Wasserspringens

Max Kinast

Kleiner Sommerweg 14
18119 Rostock
Fon: 0381/ 2906418

Seine eigenen Erfolge in der olympischen Sportart blieben bescheiden. Krieg und Nachkrieg waren keine gute Zeit für den 1929 in Schlesien geborenen Max Kinast, der es aber immerhin zum schlesischen Jungendmeister im Wasserspringen gebracht hatte. Von Schlesien ging es 1945 über Tschechien und Österreich nach Baden-Württemberg, wo der Flüchtling aus den Ostgebieten keinen Job fand. In der Nähe von Wittenberg fand er eine Unterkunft bei der Oma, konnte seine Ausbildung zum Schornsteinfeger abschließen. Als sein Vater in Prenzlau die Bezirksschornsteinfegerstelle erhielt, konnte er bei ihm arbeiten. Hier in Prenzlau begann auch seine Karriere als Sportlehrer. Viele Schüler konnte er für den Schwimmsport begeistern, am nahen Ückersee wurde er 1946 Jugendsportchef, später Referent für alle Wassersportarten in Potsdam. Um Diplom-Sportlehrer zu werden, holte er das Abitur nach. 1955 wurde er Trainer in Rostock, Chef der neuen Neptun-Schwimmhalle, die den von ihm betreuten Kunstspringern beste Möglichkeiten bot. Der SC Empor Rostock und seine Trainer, unter ihnen viele Jahre entscheidend Max Kinast, bekamen bald einen guten Klang in der internationalen Sportwelt, Olympiamedaillen, Weltmeistertitel galt es zu feiern. Davor gab es den Kampf um die technischen Komponenten (die ursprüngliche Heizungsfirma ging in den Westen) und Arbeitskräfte. Die Eröffnung der Schwimmhalle (zwei Tage vorher konnte die Heizung tatsächlich aufgedreht werden) wurde vom Fernsehen übertragen. Dann sprangen unter Leitung von Max Kinast die Jugendlichen von Rostock national und international in die Medaillenränge, unter ihnen seine spätere zweite Frau, Christa Köhler-Kinast (seine erste Frau war früh gestorben). Nach einem Jahr Training mit ihr wurde sie bereits Landesmeisterin, feierte Erfolge bei den 1. Weltmeisterschaften in Belgrad 1973 (Gold) und bei den Olympischen Spielen in Montreal 1976 (Silber). Auf Augenhöhe mit der amerikanischen Konkurrenz bestimmten die Springer des SC Empor Rostock das Wettkampfgeschehen, wurden Europas Spitzenklub. Nur der Trainer, Max Kinast, war für die Auftritte im westlichen Ausland nicht zugelassen, sah viele Erfolge seiner Schützlinge nur aus der Ferne. 1990 entschied er sich für den Ruhestand, er ist inzwischen Ehrenpräsident des von ihm begründeten Internationalen Springertages Rostock, ein Ereignis, das nach wie vor Weltklasse in die Hansestadt führt.
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