MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Margitta Kirchberg
Ausdauernd, fleißig, zuverlässig
Weberstr. 8 18069 Rostock
Margitta Kirchberg, 1941 geboren, kam durch die Kriegswirren, die Flucht der Familie über Sachsen-Anhalt 1947 nach Mecklenburg Vorpommern. Sie wurde im gleichen Jahr eingeschult, beendete die 8. Klasse und machte bis 1958 eine Ausbildung zur Buchhalterin.
Anschließend erwarb sie an der Volkshochschule die mittlere Reife. 1962-1964 studierte sie an der Fachschule für Binnenhandel. Anschließend arbeitete sie als Revisor und beendete 1965 das Studium als Handelswirtschaftler. Seit 1965 arbeitete sie bei der GHG Textilwaren in Rostock und ging 1974 zum Rat des Bezirkes, Abt. Handel und Versorgung, zeichnete bis April 1990 verantwortlich für die Wirtschaftskontrolle. Seit Mai 1990 arbeitete sie bei der Treuhandanstalt in verschiedenen Bereichen. Sie war u. a. zuständig für die Privatisierung des Handels, Reprivatisierung von Unternehmen und Vermögenszuordnung von Grundstücken. Zuletzt arbeitete sie bei der Treuhand-Liegenschaftsgesellschaft bis Ende 2000. Sie hat nun mehr Zeit für die privaten Dinge, lernte Englisch, betätigt sich sportlich und besucht die Seniorenakademie der Uni Rostock, reist und genießt den Garten. Alles zusammen mit Ihrem Mann, den sie 1967 heiratete.
Als Hans Kirchberg zur Schule kam war noch vieles durch die Nachkriegszeit geprägt. 1946-1954 drückte er die Schulbank, lernte dann 3 Jahre Lokomotivschlosser in Blankenburg/Harz. Doch es zog ihn zur See. Seinen Wehrdienst leistete er bei der Volksmarine. Er diente 4 Jahre. Anschließend bewarb er sich bei der Deutschen Seereederei und befuhr als Maschinenassistent die Nord- und Ostsee. Permanent um seine Weiterentwicklung bemüht, besuchte er die Ingenieurschule, erwarb sein C4 Patent und entwickelte sich vom 3. zum leitenden technischen Offizier. Ab 1973 arbeitete er in verschiedenen Landbereichen der Deutschen Seereederei Rostock., zunächst als Arbeitskräftelenker, dann in der Reparaturabteilung. In der Zeit von 1974-1977 qualifizierte er sich an der Abendschule zum Maschineningenieur und war verantwortlich für die Flotteninstandhaltung. Nach der Wende 1991 von der Reederei F. Laeisz GmbH übernommen, blieb er bis 1997 als Sachbearbeiter im Materialeinkauf aktiv, bevor ein Stellenabbau auch ihn betraf und er in den Vorruhe- und dann Ruhestand ging.
Kirchbergs haben zwei Söhne und zwei Enkelkinder, die in Baden-Würtemberg leben.