MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Rita Keller

Emanzipation durch Anerkennung im Beruf

Rita Keller

Ingenieurökonomin für Betriebswirtschaft
06217 Merseburg

Lernen, sich weiterbilden, den Freuden und Pflichten engagierter Berufstätigkeit neben jungem Familienglück nachzugehen – daraus durfte Rita Keller die schönsten Jahre ihres Lebens generieren, erfüllt mit Stolz auf Erlebtes und Mitgestaltetes auch jetzt in den ruhigeren, besinnlicheren Jahren seit dem Tod ihres Mannes Klaus 1996. Als Rita Schwichtenberg kam sie 1940 in Althammer (Pommern) zur Welt. Wenig Erinnerung blieb vom Landstrich östlich der Oder, nachdem sie mit der fünfköpfigen Familie 1947 nach Reichardtswerben ins mitteldeutsche Braunkohleabbaugebiet umgesiedelt wurden. Hier erlebte sie erste Jahre an der Grundschule, später setzte sie nach dem Umzug ins nahe Großkayna, Vater fand Arbeit als Maschinist im dortigen Kraftwerk, die Schulbildung bis zum Abschluss der 8. Klasse 1955 fort. Nach zweijähriger Berufsausbildung als Stenotypistin auf der Handelsschule begann sie 1957 in dem Betrieb, der fortan für 37 Jahre ihr Leben bestimmen sollte. Die Buna-Werke Schkopau gaben ihr die Möglichkeit, erstmalig eigenes Geld zu verdienen (damals bescheidene 230 DDR-Mark netto). Im Betrieb durchlief sie verschiedene Abteilungen, angefangen in der Anwendungstechnik und endete durch mehrere Strukturänderungen im Bereich Karbid. 1961 heiratetet sie und Sohn Steffen wurde geboren. Jetzt hatte die junge Familie Vorrang. Rita Keller erhielt 1970 die Chance ein Frauensonderstudium aufzunehmen und schloss dieses 1973 erfolgreich als Ingenieurökonomin für Betriebswirtschaft ab. Im chemischen Großbetrieb Buna-Werke, seit 1977 im Bereich der extrem umweltschädigenden und gesundheitlich bedenklichen Karbid-Produktion (1991 dann schnell stillgelegt) trug sie dazu bei, die betrieblichen Abläufe zu sichern. Die Familie, Sohn Steffen wirkt heute als Bauamtsleiter in Mücheln, durfte sich durch Schwiegertochter, Enkeltochter und Enkelsohn und inzwischen Urenkel erweitern. Noch immer bereiten Rita Keller Handarbeiten Freude, ist sie sportlich in Gemeinschaft (Gymnastik) aktiv, trifft sie sich mit ehemaligen Schulkameradinnen. Ihr gesellschaftliches Engagement realisierte sich in der Mitarbeit im Katastrophen- und Gesundheitsschutz des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).
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