MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Hans Key

Als Trainer und Pädagoge stets an der Seite junger Menschen

Hans Key

Gottfried-Keller-Str. 18
06119 Halle / Saale
Fon: 0345 / 5231304

Hans Key wird 1927 in Blankenhain Kreis Weimar geboren, der Vater ist in der Porzellanbranche tätig und arbeitet hier als Führungskraft. Im Jahr 1938 zieht die Familie nach Halle. Hans Key kommt 1940 auf eine so genannte Nationalpolitische Anstalt (NAPOLA), was während der Nazizeit eine Oberschule war mit Abitur und als Anfang einer Karriere gilt, da hier die künftigen Kader für Wirtschaft, Bildung und ähnlichem herangezogen werden sollen. Während der Schulzeit muss er zum Reichsarbeitsdienst (RAD) und wird als Luftwaffenhelfer verpflichtet. Was einst als Anfang einer verheißungsvollen Karriere gegolten hat, erweist sich nun als Fluch. Die Fortsetzung seiner Schulausbildung und um damit das Abitur zu erreichen, scheitert 1945. Als er sein Zeugnis von der NAPOLA vorlegt, wird er davon gejagt. Er beginnt eine Lehre, die er als Kaufmannsgehilfe abschließt. Anfang der fünfziger Jahre gibt der damalige SED-Parteichef Walter Ulbricht die Losung „Von der Werkbank zum Studium“ aus. Man will damals Kindern aus einfachen Verhältnissen auch ohne Abitur die Möglichkeit zum Studieren geben. So beginnt Hans Key 1950 ein dreijähriges Pädagogikstudium, außerdem ist er ein erfolgreicher Sportler. Mit der Gründung der Sportclubs 1954 wird Hans Key Olympia-Trainer für Leichtathletik. Einer seiner Athleten, Walter Meier aus Halle, nimmt erstmalig an den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne teil. Im Zehnkampf belegt Walter Meier hinter Martin Lauer den fünften Platz. Seine eigenen sportlichen Erfolge erzielt Hans Key im Weitsprung und im 100-m-Lauf. Den persönlich größten erreicht er 1952 im Weitsprung über 7,22 m. Seine sportliche Karriere endet abrupt durch ein schwere Verletzung bei einem Wettbewerb, hier springt er weiter, als die Grube reicht. Nun wechselt er seiner pädagogischen Ausbildung folgend in den Schuldienst und wird 1974 zum Direktor der Erich-Weinert-Schule in Halle berufen. Hier werden 1.600 Schüler unterrichtet, was für alle Beteiligten, aber auch für Hans Key eine große Herausforderung darstellt. Im Jahr 1982 gibt er diese Funktion wieder ab, unterrichtet bis 1990 an einer kaufmännischen Berufsschule Staatsbürgerkunde (zwischenzeitlich erfolgreiche Studiengänge an der Martin-Luther-Universität 1965–1966 Sportwissenschaft / Pädagogik und 1971–1972 Staatsbürgerkunde) und scheidet dann 1990 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Beruf aus. Hans Key ist nach zwei gescheiterten Ehen, zum dritten Mal verheiratet. Im Mai 1974 lernt er seine jetzige Frau Magdalena während eines Urlaubs in Sotschi kennen. Seine Kinder mögen sie auf Anhieb, bereits im Oktober desselben Jahres wird geheiratet. Aus seiner ersten Ehe stammt Astrid, aus der zweiten Ehe stammen Ute und Olaf. Alle drei Kinder führen die Lehrerdynastie Key samt dem Namen Key fort. Tochter Astrid ist Französischlehrerin, Sohn Olaf unterrichtet Sport und Geografie und Tochter Ute ist für den Englischunterricht zuständig. Zur Familie gehören fünf Enkelkinder und drei Urenkel. Hans Key liest sehr gern und viel und möchte seinen Großvater, der einst 106 Jahre alt geworden ist, an Lebensjahren übertreffen, natürlich nur bei bester Gesundheit.
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