MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Peter Kellert

Familiärer Sportgeist

Peter Kellert
Diplom-Sportlehrer

08645 Bad Elster

Nicht nur Peter Kellert war sportlich aktiv, auch seine Frau und die beiden Söhne haben sportliche Meriten. Besonders der Skisport, Langlauf und Schanzen, waren das Metier, in denen sie sich bewegten. Zum beruflich betriebenen Sportlehrer jedoch kam Peter Kellert auf verschlungenem Pfad. 1936 wurde er noch in Habelschwert (heute Republik Polen) geboren, 1946 ereilte die Familie die Ausweisung. Sie kamen auf Umwegen nach Chemnitz, wo Peter Kellert nach der 8. Klasse auf dem Volksgut Rabenstein eine Lehre in der Landwirtschaft absolvierte. Auf der Fachschule in Chemnitz bzw. Dresden qualifizierte sich der junge Agronom zum staatlich geprüften Landwirt. Vom Studium wurde der Absolvent an eine LPG im sächsischen Vogtland vermittelt, der berühmte Bäderwinkel und das Elstergebirge sollten ihm Heimat werden. Ein Sportunfall setzte jedoch seiner beruflichen Tätigkeit eine Zäsur, danach wechselte er zum DTSB (Deutscher Turn- und Sportbund), wurde Kreissportlehrer. Ständige Weiterbildung, die das Abitur und das Studium an der DHfK (Deutsche Hochschule für Körperkultur und Sport) in Leipzig umfasste, machte ihn zum Diplom-Sportlehrer und ab 1976/77 agierte er als Heilsportlehrer (Sporttherapeut) in den sächsischen Staatsbädern Bad Elster und Bad Brambach. Bis zum vorzeitigen Ruhestand 1996 hatte er hier sein vielseitiges Betätigungsfeld. Als Übungsleiter im Wintersport und im Turnen war seine Nebenbeschäftigung nicht minder umfangreich. Hatte er als Junge mit Schwimmen begonnen (er brachte es hier wie in anderen Sportarten bis zum Kreismeister), stand in der Fachschulzeit das Radfahren im Mittelpunkt, als Teilnehmer an der Erzgebirgsrundfahrt traf er auf die gesamte DDR-Elite um “Täve” Schur. Als er im Vogtland ansässig wurde, stand der hier traditionelle Wintersport im Zentrum, zu einem Zeitpunkt, als noch eine Viererkombination (Langlauf, Skispringen, zwei alpine Disziplinen) auf dem Wettkampfplan stand. Als Übungsleiter Skisprung, Sektionsleiter und Kampfrichter hat er dann viele hoffnungsvolle Talente begleiten können. Als Kampfrichter agiert das Ehrenmitglied des Skivereins heute noch, die Ehrennadeln in Gold (für Wintersport und Turnen) würdigten seinen Einsatz. Sport war sein Leben, aber die Familie, das selbst ausgebaute Haus gehörten ebenso dazu wie das Singen (immer noch im Adorfer Männerchor und im Chor der Chursächsischen Philharmonie).
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