MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Thomas Keller
Betrachte deinen Nächsten, so wie du....
Geschäftsführer "Hoffnungstaler Werkstätten" gGmbH
Sydower Feld 1
16359 Biesenthal
Fon: 03337 / 430100
Internet: www.lobetal.de
...selbst gesehen werden willst, das sagt Thomas Keller, der täglich mit diesem Leitspruch konfrontiert wird. In einem christlichen Elternhaus aufgewachsen, leistet der 1964 in Cottbus Geborene nach dem Abitur seinen Dienst in der Armee als Bausoldat. Danach beginnt er ein Ingenieurstudium an der TU Dresden in der Fachrichtung Wasserbau und im Februar 1989 erhält er sein Diplom. Ab März 1989 tritt er in die Hoffnungstaler Anstalten ein und leitet als Bauleiter eine Arbeitsgruppe aus Suchtgefährdeten und Strafentlassenen Männern - eine Initiative des damaligen Anstaltleiters. Eigentlich hat Thomas Keller vor, die Baubrigade nur für ein Jahr zu leiten, doch die gesellschaftlichen Umwälzungen veranlassen ihn zu bleiben. 1990 wird die Werkstatt mit 60 Plätzen gegründet. Anlass ist der Umstand, dass plötzlich Menschen mit Behinderungen, welche im Raum Bernau in Betrieben mit geschützten Arbeitsplätzen gearbeitet haben, ohne Arbeit dastehen. Und getreu dem Motto von Pastor F. von Bodelschwingh, dem Gründer der Hoffnungstaler Anstalten „Arbeit statt Almosen“ wird weiter die Möglichkeit, Menschen mit geistiger, körperlicher und psychischer Behinderung in Beschäftigung zu bringen, angeboten. Arbeit gestalten, Begabungen fördern und jeden in seiner Individualität achten sind die Ziele und christlicher Glaube und praktizierte Nächstenliebe sind die Wurzeln und Orientierung für das Handeln der Verantwortlichen. 1990 wird Thomas Keller Assistent der Betriebsleitung und erhält mit Gründung der GmbH 1995 Procura und ist seit 2005 deren Geschäftsführer. Thomas Keller sieht die Chance im Bereich der Kirche etwas zu entwickeln für gegeben. Unternehmerische Fähigkeiten sind gefragt, denn für die "Hoffnungstaler Werkstätten" gGmbH gibt es keinen Sozialbonus, das Preis- Leistungsverhältnis muss stimmen, um sich auf dem Markt behaupten zu können. Inzwischen können die "Hoffnungstaler Werkstätten" über 800 Plätze anbieten in insgesamt 11 Betriebsstätten. Auch in Zukunft wurden weitere Projekte realisiert, so z. B., eine Molkerei, in der die Zusammenarbeit mit behinderten Menschen etwas ganz besonderes ist. Sie zu integrieren in die Gesellschaft, um zu zeigen was sie imstande zu leisten sind, ist dabei sein Anliegen. Mit Ausdauer, Hartnäckigkeit und Leistungsbereitschaft erfüllt er sein Engagement. Ein wichtiger Ausgleich ist die gemeinsame Zeit mit der Familie, welche dann beim Fahrradfahren oder in der freien Natur verbracht wird.
Diakonie im wahrsten Sinn erleben zu können, in einer Dienstgemeinschaft vieler, empfindet Thomas Keller als lebenswert