MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Margit Keller

Eine Frau, die in einzigartiger Weise für Kontinuität steht

Margit Keller
Geschäftsführerin der Agrargenossenschaft Schönbeck

Dorfstraße 28
17349 Schönbeck
Fon: 03968 / 210224

Margrit Keller führt seit 1983 die landwirtschaftliche Entwicklung in Schönbeck. Damals als Vorsitzende der LPG Tierproduktion, die bis zur Wende 130 Leute beschäftigte, und seit Dezember 1991 ist sie die Geschäftsführerin der Agrargenossenschaft, die mit 19 Mitarbeitern und zwei Azubis die größte Arbeitgeberin im Ort ist. Als Rechtsnachfolgerin der LPG feierte die Agrargenossenschaft im Jahre 2003 denn auch das 50-jährige Jubiläum der genossenschaftlichen Entwicklung in Schönbeck. Fast 30 Jahre ist diese Entwicklung mit dem Namen dieser sehr resoluten und gleichermaßen charmanten Frau verbunden. Nach dem Abschluss der 10. Klasse in Altwigshagen im Jahre 1974 ließ sie sich in Neetzow zur Wirtschaftskauffrau ausbilden. Das Fernstudium zur Ausbildung als Ökonomin an der Fachschule in Güstrow absolvierte sie bereits als Ehefrau von Herbert Keller und als Mutter ihres ersten Sohnes Roy. Dass beide, Vater und Sohn, an der Seite ihrer Frau und Mutter in der Agrargenossenschaft Schönbeck arbeiten ist ein weiterer schöner Beleg für die von dieser Frau gezeichnete Kontinuitätslinie. Auf der Suche nach einer angemessenen Wohnung für ihre kleine Familie kam Margrit Keller im Frühjahr 1981 nach Schönbeck. Mit der Wohnung bekam sie zugleich den Posten als Hauptbuchhalterin der LPG (T). Bereits zwei Jahre später wurde sie die Vorsitzende der LPG und Mutter ihres zweiten Sohnes Ralf, der sich später zum Techniker entwickelte und so die von der Mutter ausgehende und begründete landwirtschaftliche Berufstradition fortschreibt. Die Begeisterung der Familie Keller für die Landwirtschaft und das Leben auf dem Lande vermitteln sich dem Beobachter über das leidenschaftliche und temperamentvolle Engagement der Margrit Keller im Ringen um die Interessen ihrer Mitarbeiter, besonders der in der Tierproduktion. Vor dem aktuellen Hintergrund des dramatischen Preisverfalls bei den Milchprodukten wird diese ansonsten so lebensfrohe Frau wütend und zornig. „Ich hänge nicht an jedem Kuhschwanz unserer 250 Milchkühe, aber das Wohl meiner sieben Mitarbeiter in der Tierproduktion ist mir wichtig.“ Als exzellente Ökonomin kann Frau Keller sehr wohl überschauen, wann die 23 Cent für den Liter Milch zur Existenzfrage für den Gesamtbetrieb werden. Die im Übrigen gut aufgestellte Agrargenossenschaft baut auf den 1530 ha Acker- und Grünflächen vor allem Raps und Getreide an. Silomais wird zu einem Großteil für die Biogasanlage in Friedland produziert. Für diese Produktionsstruktur verfügt die Agrargenossenschaft mit 13 Großtraktoren, zwei Mähdreschern und Transportern über einen effektiven und modernen Technikpark, der von ihrem Sohn fachmännisch betreut wird. Margrit Keller ist wahrlich eine bemerkenswerte Frau, die mit ihrer Begeisterung für die Landwirtschaft schon heute davon überzeugt ist, dass ihr zweijähriger Enkelsohn Leon auch in die Fußstapfen der Oma und ihrer Familie steigen wird.
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