MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Norbert Beck
„Was man nicht aufgibt, hat man nie verloren.“ (Friedrich Schiller)
Geschäftsführer Beck Vending GmbH
mit Ehefrau Barbara
Thalheimer Str. 81 b
06667 Bitterfeld-Wolfen OT Wolfen
Fon: 03494 / 30123
Fax: 03494 / 502698
Norbert Beck wurde 1953 als Sohn eines Ingenieurs für Maschinenbau und einer Hausfrau – späteren Bibliothekarin in Raguhn geboren. Seit 1956 in Wolfen wohnhaft, besuchte er hier die 10-klassige Oberschule, engagierte sich in dieser Zeit bereits im Zirkel „Junge Techniker und Naturforscher“ und entwickelte den Wunsch einen technischen Beruf zu ergreifen. Nach Schulabschluss begann er eine Lehre zum BMSR-Mechaniker in der Filmfabrik Wolfen, die er nach 2 ½ Jahren erfolgreich abschloss. Vom Ausbildungsbetrieb übernommen und 1973 zum Studium für Automatisierungstechnik nach Senftenberg delegiert, lernte er während dieser Zeit seine Frau Barbara kennen. 1976 wurde geheiratet und es kündigte sich auch schnell Nachwuchs an. Das Paar plante als gemeinsamen in das Wohnhaus der Eltern von Norbert Beck nach Wolfen zu ziehen. Da zu diesem Zeitpunkt die Wohnsituation im Elternhaus für eine 3-köpfige Familie nicht ausreichend war, sprach Norbert Beck im Wehrkreiskommando Bitterfeld vor und bat um unmittelbaren Einzug zur Wehrpflicht nach Studienende. Dem wurde mit der Kommandierung in das Fla Raketenregiment nach Cottbus, ab November 1967, entsprochen. Das ermöglichte ihm, seine Frau zu unterstützen und die Geburt seines ersten Sohnes Matthias 1977 mit zu erleben. Als dann im Juni 1981 die Tochter Juliane zur Welt kam, lag die Armeezeit bereits drei Jahre hinter ihm. Zwischenzeitlich zog die Familie in das Elternhaus von Norbert Beck und der junge Ingenieur für Automatisierungstechnik kehrte in die Filmfabrik zurück und arbeitete als Technologe in der Begießerei 7. Eine herausfordernde, interessante aber auch vielseitige Tätigkeit, wie er sie rückblickend beschreibt. Mit der politischen Wende in der DDR war das Schicksal der Filmfabrik besiegelt und über Auffanggesellschaften wurde die Fabrik nach und nach abgewickelt.1991 entschied sich Norbert Beck, wegen der zweifelhaften Aussichten, seine berufliche Zukunft selbst in die Hände zu nehmen. Den Abriss seiner ehemaligen Arbeitsstätte erlebte er später mit Abstand aber auch mit Wehmut aus der Perspektive des gegenüber der Fabrik Wohnenden. Selbst aufgenommene Fotos sind für ihn Zeugnis und Erinnerung an diese Zeit. Seinem Schwager verdankte er den Hinweis auf ein westdeutsches Unternehmen das die Gastronomie der neuen Bundesländer mit Kaffeemaschinen, Kaffee und Zubehör versorgte. Mit 100.000 Mark mühsam aufgebrachtem Eigenkapital und einem absolvierten Lehrgang konnte er Ende 1991 mit einem 10-Jahres-Vertrag in das Franchising-Unternehmen einsteigen. Schnell bemerkte er die große Abhängigkeit, die geringe Unterstützung und die Diskrepanz von Leistung und Gegenleistung. Er trennte sich von dem Unternehmen, gründete 1994 seine eigene Firma mit erweitertem Portfolio. Die Nachfrage stieg stetig. Die Ansiedlung großer Firmen in der Nachbarschaft sorgte für erheblichen Zuwachs. Dieser wirtschaftliche Aufschwung führte zur Firmenerweiterung, verbunden mit der Beschäftigung neuer Mitarbeiter und mündete in der Gründung der Beck Vending GmbH im Jahr 2009. Marktveränderungen erforderten später die räumliche Ausweitung der Tätigkeit um weiter erfolgreich bleiben zu können. Mit Sohn Matthias kam zudem frischer Wind in die Firma, was sich insbesondere in einer verbesserten Vernetzung des Unternehmens widerspiegelt. Norbert Beck kann stolz auf sein Lebenswerk zurückblicken und es demnächst beruhigt in die Hände seines Sohnes übergeben. Der baldige Rentner findet im Haus und Garten Abwechslung, hält sich mit Freizeitsport fit, beschäftigt sich mit den fünf Enkeln und freut sich über den guten Familienzusammenhalt. Einmal im Jahr gibt es ein traditionelles Treffen mit seinen Geschwistern und deren Familien. Gelassenheit benennt er als seine persönliche Stärke, Ehrlichkeit schätzt er an Anderen. Als Glück empfindet er „...Zeit zu haben, gesund zu sein, Familie zu haben...“. Die Frage, wer ihn am meisten im Leben unterstützt hat beantwortet er mit „meine Frau“.