MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Wolfgang und Irene Beck
Humor ist die beste Medizin
Tiergartenstr. 4 a
99880 Waltershausen
„Humor ist Medizin, die am wenigsten kostet und am sichersten hilft.“ Dieses alte Sprichwort hätte speziell für Irene und Wolfgang Beck kreiert werden können, denn das Leben mit Heiterkeit und Frohsinn zu meistern, ist ihnen wichtig.
Geboren wurde Wolfgang Beck 1950 in Eisenach. Großer Wunsch des Hobbybastlers war es, Rundfunk- und Fernsehmechaniker zu werden. Leider ging er nicht in Erfüllung. Statt dessen absolvierte er am Automobilwerk eine Ausbildung zum Betriebsschlosser mit Abitur. Anschließend nahm er in Mittweida ein Studium für elektronisch wissenschaftlichen Gerätebau auf. Doch Wohnraum war knapp. Unter menschunwürdigen Verhältnissen lebend, brach er das Studium nach 1 ½ Semestern ab und nahm in Eisenach eine Stelle als Punktschweißer an.
Ehefrau Irene indessen war schon immer kirchlich engagiert und hatte vor Diakonissin zu werden. Nach kleiner Planänderung widmete sie sich einer Ausbildung zur Kinderdiakonin sowie zur Gemeindehelferin. Um ihr Examen zu erhalten, musste sie ein Anerkennungsjahr absolvieren. Der Ort, in dem dafür eine Stelle Frei war, war Schalkau bei Sonneberg.
Zurück in der Heimat, begann Irene Beck als Gemeindehelferin in der Georgengemeinde in Eisenach.
Um dem Schichtsystem zu entgehen, nahm ihr Mann bei der Hugo Schmoller KG eine Tätigkeit als Kontrolleur auf. Extreme Asbestbelastung am Arbeitsplatz zwang ihn, sich neu auszurichten. Nach kurzem Abstecher als Bremsfachschlosser kehrte er 1977 als Montageschlosser zu seinen Wurzeln und somit ans Automobilwerk zurück.
Nochmals führte ein Exkurs in den Ersatzteilvertrieb und danach stand Umzug an. Das Ehepaar Beck kaufte das alte, unbewohnte Pfarrhaus in Gamstädt. Wolfgang Beck arbeitete von diesem Zeitpunkt an als Schlosser bei der LPG.
Nach Kündigung 1991 setzte Wolfgang Beck sich ein neues Arbeitsfeld. Dieses fand er bei einer Firma am Niederrhein. Dort wurde er Außendienstmitarbeiter für Thüringen und Sachsen-Anhalt. Diese Arbeit machte der gerne und war erfolgreich. Nachdem eine neue Niederlassung in Sachsen-Anhalt in Betrieb ging, wurde der Außendienst vor dort übernommen. Ein konstruktives Arbeiten war kaum noch möglich und so kam dann 1998 die Kündigung. In weiteren Stationen ließ er sich zum Facharbeiter für Längenmaßtechnik umschulen. Danach gründete er eine Ich-AG für Uhrenhandel. Sohn Gunter übernahm noch während seines Studiums die Idee des Online-Uhrenhandels vom Vater, baute diese Geschäftsidee aus uns vertreibt heute Uhren weltweit. Die älteren Söhne arbeiten als selbstständiger Mediengestalter und Krankenpfleger. 1998 verkaufte das Ehepaar Beck das Pfarrhaus und zog nach Waltershausen.
Bereits 1992 ließ sich Irene Beck auf der Grundlage ihrer kirchlichen Ausbildung zur Religionslehrerin fortbilden und unterrichtete bis 2008 evangelische Religion an verschiedenen Schulformen. In letzter Berufsetappe unterzog sie sich einer Ausbildung zur Heilpraktikerin und in eigener Praxis, untergebracht im Eigenheim, praktiziert sie noch heute. Ihr Mann unterstützt seinen Sohn Gunther im Versandgeschäft.
Doch in der Buntheit beider Leben, die mitunter nicht leicht waren, half eines immer – Humor, die Medizin, …