MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Günter Beck

"In der kleinen Freude liegt das große Glück!"

Günter Beck
Dipl.-Ökonom

99734 Nordhausen

Eine schöne Geschichte des Lebens, auch eine weniger schöne des Schicksals nahm seinen Lauf. Doch ruht Günter Beck, geboren am 16.10.1937 in Crimmitschau, tief in sich selbst und kann resümieren, nur wenig Fehler gemacht zu haben. Eine geplante Weltreise vereitelten gesundheitliche Probleme, doch sieht es Günter Beck pragmatisch: „In der kleinen Freude liegt das große Glück!“ Und kleine Freuden hat er viele. 1955 lag das Abitur hinter, der Besuch der Offiziersschule vor ihm – er wollte zur See fahren. Doch gesundheitliche Gründe zwangen ihn dazu, diesen Weg nach 24 Monaten zu verlassen. Günter Beck ging zum Studium nach Berlin und machte 1961 seinen Abschluss als Dipl.-Ökonom. Eine Studentenehe wurde geschlossen. Auf Grund der Schwangerschaft seiner Frau, diese stammte aus der Nähe von Nordhausen, genoss das Paar das Privileg, in die Heimat gehen zu dürfen. Andere wurden, um die Republik aufzubauen, in den Norden des Landes geschickt. Eine Planstelle im Betonwerk Heringen war frei, welche er 1962 gern besetzte. 1964 schon Ökonomischer Direktor, war er maßgeblich an der Gründung des Großbetriebes „Betonwerke Heringen“ beteiligt, dem mehrere Werke angegliedert wurden. Für das übergeordnete Kombinat, das Betonleichtbaukombinat (BLK) Dresden, wurde Günter Beck in den Gesellschaftlichen Rat berufen. Seit 1971 Betriebsdirektor des „VEB Betonwerke Heringen“, musste er 1982 ausscheiden. Grund dafür war nicht parteikonformes Verhalten. Er wurde als Aufbauleiter zur Errichtung eines neuen Betonwerkes nach Greifswald geschickt. Obwohl ihm später wieder eine Tätigkeit als Betriebsdirektor innerhalb des BLK, das in der gesamten Republik Betriebe hatte, in Aussicht gestellt wurde, folgte er der Bitte seiner, in der Region Nordhausen fest verwurzelten Frau, solche Möglichkeit nicht in Betracht zu ziehen. Anstatt dessen wurde er Leiter des Koordinierungsstabes der IFA Motorenwerke Nordhausen. Seine Aufgabe bestand u.a. in der Koordinierung aller Aufgaben zur Vorbereitung der Einführung eines neuen Dieselmotors für den Nutzkraftwagen L 60. Als der Motor serienreif war, kam die Wende. Noch einige Zeit als Abteilungsleiter eingesetzt, begab sich Günter Beck noch vor seinem 60. Geburtstag unfreiwillig in den Vorruhestand. Aber auch im Sportbereich hinterließ er v.a. als Funktionär seine Spuren. Von 1969/82 war er Vorsitzender der BSG „Aufbau“ Heringen, konnte vieles bewegen, initiierte z.B. den Bau eines Stadions und trieb ihn voran – eine Sportstätte, die noch heute genutzt wird. Nach der Wende löste er die Sektion Fußball aus der BSG Motor Nordhausen heraus, war Mitbegründer des FSV Wacker 90 und wurde dessen 1.Präsident, war in sportlichen Ehrenämtern fest verankert und schreibt, trotz eines Schlaganfalles, noch immer Sportberichte für die Nordhäuser Tageszeitung. Doch mit Ehefrau Karin, Tochter Susanne, den Söhnen Holger und Markus sowie seinen Enkelkindern ist sein Leben auch gut gefüllt mit kleinen Freuden und großem Glück.
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