MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Klaus Kaufmann
„Es muss immer vorwärts gehen“
Lehrer
Geschäftsführer Kommunalbeteiligung Ohraenergie GmbH
99885 Ohrdruf
Er hat eine große Familie und kann sich glücklich schätzen, dass seine beiden Kinder, die drei Enkel und vier Urenkel in der Heimatregion Thüringen geblieben sind. Der ehemalige Lehrer und Geschäftsführer von Unternehmen Klaus Kaufmann aus Ohrdruf in Thüringen ist seit 1964 verheiratet mit seiner Frau Barbara. Sie stammt aus Eisenach, war eine erfolgreiche Leichtathletin und arbeitete bis zur Rente als Grundschullehrerin. Sohn Ulf, der das Licht der Welt 1964 erblickte, ist Chef eines Bauunternehmens. Tochter Ute, Jahrgang 1968, arbeitet im Handel. Klaus Kaufmann, 1941 geboren und aufgewachsen in Gotha, wurde dort auch eingeschult. Das Abitur zu machen, wurde ihm verweigert, weil seine Eltern einen privaten Holzhandel betrieben und nicht aus der Arbeiterklasse stammten. Klaus Kaufmann trat nach dem Abschluss der 8. Klasse eine Lehre zum Industriekaufmann an, die bei der Metallhandwerksgenossenschaft in Gotha drei Jahre dauerte. Nach seiner Ausbildung blieb er aber nur ein Jahr in seinem Beruf, denn es wurden Ende der 1950er Jahre Lehrer gesucht. Er absolvierte am Institut für Lehrerbildung (IfL) in Eisenach ein Studium und unterrichtete danach Deutsch und Sport. Dass er in Thüringen als Lehrer arbeiten konnte, verdankte Klaus Kaufmann seiner Sportgemeinschaft Einheit Gotha. Dort spielte er zehn Jahre lang Badminton in der Oberliga, außerdem war er Leichtathlet, beteiligte sich sogar an Wettkämpfen im Ausland und der Bundesrepublik Deutschland (BRD). Der Thüringer, der als Lehrer an der Polytechnischen Oberschule in Ohrdruf anfing, auch Russisch und Erdkunde unterrichtete und bis 1985 blieb, war sportlich viel unterwegs, besonders an den Wochenenden. Überleitend vom Schuldienst, engagierte er sich bis zur Wende als Kreissportlehrer Leichtathletik. Er leitete den Kreisfachausschuss (KFA) Gotha und arbeitete zudem im Bezirksfachausschuss (BFA) mit. Klaus Kaufmann leistete eine Menge Trainings-Nachwuchsarbeit. 1990 machte er sich selbstständig, er wollte nicht zurück in den Schuldienst, sondern wurde Unternehmenschef. Darüber hinaus wollte er politisch etwas in seiner Heimatregion bewegen und wirkte aktiv im Kreistag sowie Stadtrat mit. Als Kommunalbeamter war er stellvertretender Bürgermeister und leitete das Bauamt in Ohrdruf. Obwohl Klaus Kaufmann inzwischen Rentner ist, steht er der seit 2001 gegründeten Kommunalbeteiligung Ohra Energie GmbH als Geschäftsführer vor. „Solange die Gesundheit mitspielt“, sagt der mehrfache Aktivist, der zu DDR-Zeiten auch sportlich ausgezeichnet wurde. Klaus Kaufmann ist stolz auf das Geschaffene und seine Familie. Für ihn muss es immer vorwärts gehen. Wenn Heiligabend die gesamte Familie in einem Forsthaus in Oberhof zusammenkommt, ist er glücklich. Diese Tradition existiert inzwischen seit 25 Jahren.