MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Heinz Kattner
Ein Wassermann ist Urgroßvater
Schmied i. R.
Am Pappelhain 3 A
09212 Limbach-Oberfrohna
Den im Sternbild „Wassermann“ Geborenen werden Spontaneität, geistige Flexibilität und sensationelles Improvisationstalent nachgesagt. Auf Heinz Kattner, geboren am 29.01.1932 in Borkau Kreis Glogau / Schlesien, treffen diese Eigenschaften hundertprozentig zu. Als typischer Wassermann-Vertreter liegt ihm in besonderem Maße das Tüfteln und die logische Konsequenz daraus ist, dass er für jedes Problem umgehend eine Lösung parat hat.
Er war schon als Kind gezwungen, seine Charakterstärke und Anpassungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Vater kam nicht aus dem Krieg zurück und als Ältester von drei Brüdern oblag es ihm, Verantwortung zu übernehmen und die Vaterstelle, so gut es ihm möglich war, auszufüllen.
Die Familie wurde am 21. Januar 1945 der Heimat vertrieben.. Somit absolvierte er sein letztes Schuljahr in Niederfrohna. Allerdings half er schon ab seinem 12. Lebensjahr einem Schmied und sein Berufswunsch stand unabänderlich fest. Er hatte Glück. Drei Jahre lang konnte er sich in der Fa. Arthur Berhold in Niederfrohna zum Schmied ausbilden lassen. Knapp vier Jahre verbrachte er im Anschluss bei der Kasernierten Volkspolizei und arbeitete des Weiteren im Reichsbahnausbesserungswerk in Kirchmöser bei Brandenburg – in dem Ort, in welchem er 1952 seine Frau kennen lernte. 1954 zog das Paar gemeinsam nach Niederfrohna und ein Jahr später wurde die Hochzeit begangen. Leider lebt das Ehepaar heute getrennt.
Berufliche Aufgaben hatte Heinz Kattner in der Gesenkschmiede gefunden und eine neue Herausforderung wartete ab 1961 im VEB Energieversorgung Karl-Marx-Stadt auf ihn. Bis zum Vorruhestand 1990 war er 31 Jahre lang im Unternehmen beschäftigt. Heute gehört es zum Energieversoger „Envia“.
Neben der Arbeit war sein Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr Niederfrohna von großer Relevanz. Zeitweise als Gruppenführer seiner Verpflichtung nachkommend, ging er 27 Jahre lang diesem Ehrenamt nach und verließ es nur aus Enttäuschung. Gern hätte er seine Tante im westlichen Teil Deutschlands besucht. Die Feuerwehr vereitelte dies und für seine Unzufriedenheit fand Heinz Kattner die richtigen Worte: „Habt Ihr für mich nichts übrig, hab ich für Euch nichts übrig.“ Konsequent verließ er die Einsatzabteilung, ist jedoch stolz auf die lange Zeit, welche er mit seinen Kameraden verbringen durfte.
Höchsten Stellenwert nahm und nimmt allerdings die Familie ein. Tochter Roswitha, Sohn Uwe und drei Enkelkindern wünscht er Gesundheit und Wohlergehen. Familie bedeutet Glück. Viel Zeit verbringt er mit seinen Lieben und nochmals voller Stolz kann Heinz Kattner von sich behaupten: „Ich bin sogar schon Urgroßvater!“