MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dr. Hubert und Rita Kasperski
Auch in schweren Zeiten durchhalten
Arno-Nitzsche-Str. 3
04277 Leipzig
Fon: 0341 / 3915372
Dr. Hubert Kasperski wurde am 28.01.1945 in Bitterfeld geboren. Sein Vater arbeitete als Betriebsschlosser, die Mutter als Haushaltshilfe. Bis zur achten Klasse besuchte Hubert die Schule seiner Heimatstadt. Im Anschluss besuchte er die Erweiterte Heimoberschule in Schulpforte und schloss sie 1963 mit dem Abitur ab. Aufgrund seiner Liebe zum Segelfliegen wollte er Jagdflieger bei der NVA werden. Durch einen Motorradunfall 1966 musste er allerdings vorzeitig aus der Armee ausscheiden. Während dieser Zeit lernte Hubert Kasperski seine zukünftige Frau Rita kennen, die er 1970 heiratete. Mit Kay (*1976) hat das Paar einen Sohn, der heute im kaufmännischen Bereich eines Leipziger Handwerksbetriebes tätig ist. Hubert Kasperski musste sich beruflich neu orientieren und studierte mit anschließendem Forschungsauftrag und Promotion über sieben Jahre Chemie in Leipzig. Bis 1981 arbeitete er als Chemiker, musste aus diesem Metier, gesundheitlich bedingt, aussteigen und war dann an der Fachschule der Deutschen Bücherei als Dozent für Wissenschaftskunde tätig. Von1986–1990 übernahm er die Schulleitung. 1991 war er einige Monate bei Bertelsmann in Stuttgart angestellt und ging anschließend bis zu seiner Pension 2008 zur finnischen Orion Pharma GmbH, wo er sich beruflich sehr wohl fühlte. Rita Kasperski kam am 15.12.1946 in Leipzig zur Welt. Nach achtjähriger Grund- und vierjähriger Erweiterter Oberschule sowie einem 1,5- jährigem Praktikum in der Schlossklinik für plastische und wiederherstellende Kiefer- und Gesichtschirurgie Thallwitz, studierte sie Zahnmedizin. „Leider musste ich durch die plötzliche Erkrankung und Invalidisierung meiner Mutter das Studium an den Nagel hängen“, berichtet Rita Kasperski und ging in die Produktion der Brikettfabrik Bitterfeld. Parallel absolvierte sie in Freiberg und Senftenberg ein Fernstudium im Bereich Großtechnik und arbeitete bis 1975 im Braunkohlekombinat Bitterfeld. Danach war sie in Leipzig in der Kreisleitung Süd, Abteilung Wirtschaft, später bei agrotechnic, tätig. Nach einem Erziehungsjahr stieg sie wieder ins Berufsleben ein und war bis zu ihrer Invalidisierung 1985 wegen Rheumas als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in Espenhain tätig. 2012 prüfte sie das Schicksal erneut, als aufgrund eines Krankenhauskeimes eine Amputation nötig wurde. „Ich versuche, mit Hilfsmitteln in Gang zu bleiben“, sagt Rita Kasperski, die von Hause aus sportlich war und in der Jugend Leichtathletik-Leistungssport betrieben hat. In Ihrer Freizeit führte sie 15 Jahre einen Kammerchor und leitete Sprachkurse. Heute sind Dr. Hubert und Rita Kasperski vor allem im kleinen Garten am Haus und fühlen sich mit guten Büchern und Filmen wohl. „Meine Lieblingsbeschäftigung ist meine Frau“, sagt das Familienoberhaupt schmunzelnd.