MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Fred-Hagen Keil

Vom Sinn eines erfüllten und produktiven Lebens

Fred-Hagen Keil

Sietzscher Str. 10
06116 Halle

Fred-Hagen Keil wird zwei Tage vor dem heiligen Abend im Jahr 1949 geboren. Der Vater ist kaufmännischer Angestellter, die Mutter arbeitet in einer Handwerksgenossenschaft, die Möbel herstellt. Nach dem Abschluss der zehnten Klasse erlernt Fred-Hagen Keil zwei Jahre den Beruf eines Stahlbauschlossers und leistet anschließend seinen Wehrdienst ab. Er dient in Kleinmachnow, für die einen eine idylllisch gelegene Villensiedlung, für ihn das „Grab meiner Jugend“, wie er sich noch nach Jahren sarkastisch erinnert. Seine Aufgabe besteht darin, die Grenzsoldaten an ihren Einsatzort und wieder zurück zu fahren. Nach dem Ende der Dienstzeit kann Fred-Hagen Keil nicht mehr an seinen alten Arbeitsplatz zurück. Er kämpft beim Rat des Stadt Halle darum, für die Anstellung bei einem privaten Unternehmer freigestellt zu werden und kann schließlich bei der Firma Drescher anfangen, wo er bis 1983 arbeitet. Im Jahr 1972 kommt sein Sohn Mark zur Welt, dieser ist Kraftfahrer. Der fünf Jahre später geborene jüngere Bruder David arbeitet einige Jahre als selbstständiger Videothekenbesitzer und bedruckt Shirts. Er muss Insolvenz anmelden und lange darum kämpfen, dass ihm das Arbeitsamt eine Umschulung zum Kraftfahrer bezahlt, was bei ihm zu Depressionen führt. Den Vater regt es auf, wie arbeitswillige Menschen schikaniert werden, während andere mit staatlicher Alimentierung offenbar bequem durchs Leben kommen. Inzwischen gehören noch die Enkeltochter Lisa-Maria und der Enkelsohn Niclas zur Familie. Fred-Hagen Keil ist 19 Jahre verheiratet gewesen, die zweite Ehe scheitert ebenfalls, doch man geht diesmal in Frieden und in Güte auseinander. Die dritte Freundin stirbt an Krebs. Fred-Hagen Keil legt keinen Wert mehr auf eine neue feste Bindung. Nach dem Ausstieg bei der Firma Drescher arbeitet er bis 1990 beim Sportstättenbetrieb Halle. Fred-Hagen Keil spielt als Schüler Fußball und wird im Alter von zehn bis zwölf Jahren Eishockeyfan. Am Tag der Wiedervereinigung, am 3. Oktober 1990 wechselt er in den Westen und steht einen Tag später bereits an der Drehbank in der Firma seines Cousins. Seit 2014 genießt Fred-Hagen Keil seinen Ruhestand, er übernimmt hin und wieder noch Touren für seinen Sohn, außerdem ist er mit dem Haus und dem Garten voll ausgelastet. Die gesellschaftlichen Umbrüche seit 1989 sieht er als einen Zugewinn an Freiheit und einen Verlust in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Die weit verbreitete Hinterlist bei vielen Menschen macht ihn oft zu schaffen. Vor allem bei älteren Menschen sind dagegen die Sehnsucht nach Hilfsbereitschaft und der Sinn für Sparsamkeit weit verbreitet. Fred-Hagen Keil selbst ist ein beständiger Mensch, der mit Stolz auf das Erreichte in seinem Leben blickt und das er noch lange bei guter Gesundheit genießen will.
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