MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Gisela und Bernhard Kaspari

Durchhaltevermögen

Gisela und Bernhard Kaspari

Angerstr. 15
06809 Roitzsch
Fon: 034954 / 21644

Gisela Kaspari kam am 11.07.1944 auf heute polnischem Territorium an der Ostsee zur Welt. Ihr Vater fiel während des zweiten Weltkrieges. „Der Pflegevater war Arbeiter, meine Mutter Hausfrau. Nach einem Jahr im Auffanglanger Bitterfeld wurden wir 1947 auf die einzelnen Ortschaften verteilt und im sachsen-anhaltinischen Roitzsch sesshaft. Hier bin ich in die Schule gekommen“, erzählt Gisela. Sie nutzte die Möglichkeit, parallel zur 10. Klasse eine Berufsausbildung absolvieren zu können und lernte Chemiefaserfacharbeiterin in der Filmfabrik Wolfen. Von 1966–1967 machte sie ihren Meister für Verfahrenstechnik. „Ich habe dann auch einige Zeit im Labor gearbeitet. Da ich aber die chemischen Dämpfe nicht vertrug, bin ich zu einer Bürotätigkeit übergegangen. Neben anderen Stationen im Raum Bitterfeld war ich von 1985–1992 im Braunkohlenkombinat angestellt. Anschließend habe ich die Firmen meines Mannes im Büro unterstützt und später noch als Reinigungskraft gearbeitet“, berichtet Gisela. 1967 heiratete sie ihren Mann Bernhard Kaspari. Mit Andrea (*1963; Angestellte im öffentlichen Dienst), Maik (*1966; Verkäufer) und Frank (*1968; Angestellter bei Solar) hat das Paar drei Kinder und mittlerweile drei Enkel. Bernhard Kaspari wurde am 13.06.1947 in Rohrberg, im thüringischen Landkreis Eichsfeld, geboren und hat sieben Geschwister. Dort besuchte er 10 Jahre die Schule und absolvierte im Anschluss eine zweijährige Lehre als Straßenbauer bei einem privaten Handwerksunternehmen. Danach war er für das Elektrochemische Kombinat Bitterfeld tätig, machte von 1968–1969 eine Meisterausbildung und arbeitete als solcher bei einer PGH in Teutschenthal. Von 1969–1970 leistete Bernhard Kaspari seinen Wehrdienst bei der Bereitschaftspolizei in Halle/Saale. Bis kurz vor der Schließung des EKB war er danach wieder in diesem Betrieb als Abschnittsleiter für Verkehrstechnik im Gleis- und Straßenbau beschäftigt und parallel einige Jahre in der Freiwilligen Feuerwehr als Löschmeister engagiert. Im Zuge der Wende fand Bernhard Kaspari als Bauleiter Anschluss bei der Tiefbaugesellschaft TSU in Brehna, wo er später auch als Technischer Geschäftsführer fungierte. 1998 schloss er die Ausbildung zum Handwerksmeister erfolgreich ab. Nach einem beruflichen Tiefschlag machte sich Bernhard Kaspari selbstständig, was allerdings u.a. an einer schlechten Zahlungsmoral verschiedener Auftraggeber scheiterte. „Bis 2012 habe ich dann bei DHL in Schkeuditz gearbeitet“, erzählt er. Heute sind Bernhard und Gisela Kaspari pensioniert. Zu ihren Lieblingsbeschäftigungen zählt Gartenarbeit. Auch das jährliche Geschwistertreffen ist zu einer schönen Tradition geworden. Für die Zukunft wünscht sich das Ehepaar vor allem Gesundheit, um noch einige Jahre im Kreise ihrer Lieben gemeinsam verbringen zu können.
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