MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Gerlind und Günter Kasch
Ehe, versilbert
Pharmareferentin
Schlossermeister
Am Brink 13
17094 Burg Stargard
Nicht ganz lückenlos, aber Gerlind Kasch kann die Spuren ihrer Ahnen bis gegen 1270 zurückverfolgen. Nicht ganz so lange besteht die Ehe von Gerlind und Günter Kasch, aber nun zählt man ab der Heirat 1990 schon stolze fünfundzwanzig Jahre, die sie füreinander da sind, miteinander das Leben gestalten.
Beide wurden in Demmin geboren, sie 1961, er 1954. Beide schlossen, wenn auch zu unterschiedlichen Zeiten, die 10. Klasse an den Polytechnischen Oberschulen „Heinrich Zille“ (Gerlind) und „Heinrich Zille“ (Günter) ab. In Prenzlau absolvierte sie ein Fachschulstudium als Medizinisch-technische Assistentin (MTA), konnte an der Volkshochschule im zweiten Bildungsweg das Abitur nachholen und begann 1980 im Labor des Kreiskrankenhauses mit dem beruflichen Ernst des Lebens. 1986 wechselte sie ans St.-Antonius-Krankenhaus in Berlin-Friedrichshagen, ging dann in die Forschungsabteilung der Universitätskinderklinik Greifswald, bis die Liebe sie zurück in die Heimatstadt zog, wo sie im Galvanik-Labor des VEB Elektromotorenwerks (ELMO) tätig wurde. 1991 nutze sie die Chance der freieren Marktwirtschaft und wurde nach entsprechender Weiterbildung als Pharmareferentin eingesetzt. Bis 1999 war sie im Auftrag der Dr. August Wolff GmbH Bielefeld unterwegs, anschließend bis 2010 für die Firma Essex Pharma, dann nach einer Weiterbildung als Wirtschaftsfachwirt für den deutschen Ableger der spanischen Allmiral Hermal GmbH und inzwischen für den Generikahersteller Hexal AG.
Günter Kasch wuchs in dem Ort Drönnewitz (bei Demmin) in einem bäuerlichen Haushalt auf, besuchte die Schulen in Deven und dann in Demmin. In Dargun lernte er im dortigen Meliorationsbetrieb den Schlosserberuf. Nach der zweijährigen Lehre verdingte er sich erst einmal als Fahrer für die Deutsche Post, riss anderthalb Pflichtjahre bei den Pionieren des Panzerregiments Eggesin ab. Als Schlosser im Agrochemischen Zentrum Demmin konnte er die Meisterausbildung absolvieren, wechselte 1980 zum Schlachthof, wo er technischer Leiter wurde, begann 1986 bei ELMO in der Instandhaltung. Als es in der DDR 1990 Fliesen zu kaufen gab, die Planwirtschaft hatte ausgedient, ließ er sich zum Fliesenleger umschulen, bildete sich auch auf diesem Gebiet zum Meister weiter. Doch 1994 setzten gesundheitliche Probleme seinem beruflichen Wirken ein Ende.
Günter Kasch ist zweifacher Vater aus erster Ehe. Gerlind und Günter Kasch konnten sich 1989 über eine gemeinsame Tochter freuen.