MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Birgitt Kötzsch, Horst Nehring Karin Meier
Sicheres, bezahlbares, gutes Wohnen
Wohnungsbaugenossenschaft „Heideland“ Bad Düben e. G. Heidering 18 A 04849 Bad Düben
Das ist das Motto der drei Vorstandsmitglieder der Wohnungsgenossenschaft „Heideland“ Bad Düben e. G.
Diesen Anspruch verfolgt die Gesellschaft seit ihrer Gründung am 23.05.1957. Damals hatten 20 Wohnungssuchende ihr Anliegen zu einem gemeinsamen Ziel vereint und mit zwei Trägerbetrieben die Arbeiter-Wohnungsbaugenossenschaft gegründet. Der Zeit geschuldet waren die fehlenden technischen Hilfsmittel, die schwere körperliche Arbeit, die geleistet werden musste, damit 1959 die ersten 20 Wohnungen bezogen werden konnten. Bürger mit geringem Eigenkapital und der Bereitschaft zur Selbsthilfe konnten der Genossenschaft beitreten und in Selbstverwaltung und Selbstverantwortung Wohnraum schaffen, der ihnen selbst zur Verfügung stand. Trägerbetriebe unterstützten nach ihren Möglichkeiten (bis 1987 waren es bereits 12 an der Zahl), der Rat der Stadt Bad Düben stellte unentgeltlich und unbefristet Bauland zur Verfügung. 85 % der Baukosten wurden über zinslose Baudarlehn finanziert. Bis 1987 wurden auf diese Weise 340 Wohnungen fertiggestellt. Mit der politischen Wende in der DDR erlangte auch für die neuen Bundesländer das deutsche Genossenschaftsgesetz Rechtsgültigkeit. Die AWG „Heideland“ wurde beim Registergericht als Wohnungsgenossenschaft „Heidland“ Bad Düben e. G. eingetragen, der Grund und Boden der Wohnhäuser und deren Umfeld konnte für den symbolischen Wert von 1,00 DM/m2 käuflich erworben werden. Auf Grund der verbesserten Materiallage und des neuen Anspruchs an den Standart von Wohnraum, lag der Schwerpunkt der Aufgaben erst einmal in der Instandsetzung und Modernisierung des vorhandenen Wohneigentums. Berücksichtigung fanden hierbei energetische und andere bautechnische Anforderungen genauso, wie die Wünsche der Wohnungssuchenden und Mieter. Insgesamt wurden 10,5 Mio € für diese baulichen Maßnahmen eingesetzt. Das Ergebnis: 97 % Auslastung verzeichnet die Wohnungsgenossenschaft heute. Kosteneinsparungen für die Mieter, z. B. durch modernere Heizsysteme und verbesserte Isolierungen wurden erreicht. Die heute dafür Verantwortung tragen sind die drei Vorstandsmitglieder: Birgitt Knötzsch ( seit 1994 in der Genossenschaft für die Finanzen zuständig), Horst Nehring (1998 als technischer Mitarbeiter in der Genossenschaft begonnen, heute für die Koordinierung aller Instandsetzung und Reparaturen verantwortlich), Karin Meier (von 2002-2009 im Aufsichtsrat tätig, heute für die Mitgliederbetreuung zuständig).
Der Erfolg der Wohnungsgenossenschaft ist nicht alleine im Engagement der drei Vorstandsmitglieder und den verbesserten materiellen und technischen Bedingungen zu suchen, es ist vor allem das gute Zusammenspiel der Akteure, was ihn ausmacht.