MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dr. rer. nat. Rainer Kapler

Ein langer Weg mit den Partnern im Osten

Rainer Kapler
Chemiker i. R.

August-Bebel-Straße 2
06766 Bitterfeld – Wolfen / OT Wolfen
Fon: 03494 / 44378

Was in 200 Jahren so los ist, das würde er gern wissen. Nicht zuletzt auf dem Gebiet, das sein Berufsleben erfüllt hat: die Chemie. Rainer Kapler, geboren 1940 in Weißwasser, hatte sich schon in der 12. Klasse an der Martin-Luther-Universität Halle auf ein Auslandsstudium vorbereitet. Das absolvierte er dann an der Lomonosov-Universität in Moskau. Als Diplom-Chemiker blieb er dort vier weitere Jahre und promovierte mit Lehrtätigkeit. Als Dr. Kapler begann er 1969 in der Filmfabrik Wolfen. Hier forschte er über silberfreie Aufzeichnungsmaterialien und war zuletzt als stellvertretender Hauptabteilungsleiter mit der Führung von über 50 Mitarbeitern betraut. Und natürlich hatte er die besten Grundlagen, um in der industriellen Fotochemieforschung mit seinen Kollegen in der UdSSR zu kooperieren, auch in seinem eigenverantwortlichen Bereich Elektrofotografie. 1990 führten ihn neue Aufgaben in die UdSSR/GUS und das Baltikum wieder nach Osten, nun als Verantwortlichen für den Marketingbereich Grafische Materialien. Später war er in Bitterfeld Leiter eines Forschungsprojekts für die Einführung ökologisch unbedenklicher Technologien, auch dies in deutsch-russischer Zusammenarbeit. Nachdem er sich zwei Jahre als Projektleiter in der TRITON Umweltschutz GmbH für die Realisierung dieser Aufgaben eingesetzt hatte, wurde 1996 die Finanzierung eingestellt – und er selbst arbeitslos. Im selben Jahr stellte die ÖSEG Bitterfeld ihn als Projektbearbeiter im Bereich Altlastensanierung und -sicherung für ehemalige chemische Großbetriebe in Mitteldeutschland ein. Leider ähnelte der Ausgang dieses Projekts dem des vorigen: die Geldmittel flossen nicht weiter. Aber Dr. Rainer Kapler blieb gefragt, nun im gleichen Arbeitsbereich bei der LMBV. Allerdings war dies befristet. Eine letzte größere Aufgabe fand er bei der ADEFO-Chemie Nürnberg, als Zuständiger für die Vertragserfüllung mit dem russischen Partner. Eine geänderte „Betriebs-Philosophie“ führte zum Abbruch der Beziehungen – und ihn allmählich zur Rente. Doch es gab ja immer auch noch ein anderes Leben. Rainer Kapler ist verheiratet und Vater zweier Söhne. Er hat sich als Vorsitzender im Elternbeirat engagiert und lange aktiv Sport getrieben, war mit Chemie Weißwasser sogar DDR-Meister im Eishockey geworden. Noch heute treibt er ausgiebig Frühsport, fährt Rad, spielt Volleyball, bastelt aber auch gern für die beiden Enkel. Und besonders gern sammelt er Pilze.
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