MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Monika Kahle

Zuverlässige Kämpfernatur

Monika Kahle

Käthe-Kollwitz-Str. 20
04435 Schkeuditz
Fon: 034204 / 60426

Monika Kahle, geb. Nüsse, wurde am 02.02.1942 in Halle (Saale) geboren. „Meine Zwillingsschwester verstarb leider vier Wochen nach unserer Geburt. Ich war anscheinend damals schon die Stärkere, die sich dann später für zwei durch’s Leben kämpfen musste“, glaubt sie. Ihr aus Ilsenburg stammender Vater arbeitete als Elektriker, Mutter Marianne war Kontoristin und das Lebensvorbild von Monika Kahle. Nach achtjähriger Schulzeit in Schkeuditz wäre Monika gern Säuglingsschwester geworden, was sich aber damals nicht realisieren ließ. Stattdessen absolvierte sie eine zweijährige Ausbildung im Acker- und Pflanzenbau. „Da ich allerdings viel Respekt vor großen Pferden hatte, spürte ich, dass ich beruflich hier noch nicht angekommen war. Ich wechselte 1958 zum Maschinen- und Apparatebau Schkeuditz, wo auch meine ältere Schwester arbeitete, und wurde nach einigen Lehrmonaten vorrangig als Schlosserin in einer Brigade beschäftigt.“ Von 1961–1968 war Monika in erster Ehe verheiratet. Mit Manfred (*1960, Mitarbeiter eines Callcenters), Heidrun (*1964; Angestellte im Pflegedienst) und Lutz (*1966; Handwerker) stammen drei Kinder, vier Enkel und mittlerweile drei Urenkel aus dieser Verbindung. Durch Manfred Kahle, den Monika 1979 heiratete, fand sie nach schwerer Trennungszeit und Scheidung in zweiter Ehe ihren Seelenverwandten. Leider verstarb er bereits 1992, gerade fünfzigjährig, viel zu früh an einem Herzinfarkt. „Meine Kinder haben mir bei diesem Schicksalsschlag beigestanden. Ich konnte den plötzlichen Verlust lange nicht begreifen“, erzählt sie. Seit dieser Zeit lebt Monika Kahle allein. Beruflich hatte sie sich beim MAB zur Kranführerin weiter qualifiziert. Eine Herausforderung, in der sie ihre Erfüllung fand. „Als voll berufstätige Mutter mit drei Kindern musste ich natürlich jeden Tag gut organisieren“, erinnert sie sich. „Mein Mann, der aktiver Fußballspieler war, hat mich immer sehr dabei unterstützt.“ Gesundheitsbedingt ging Monika Kahle nach 22 Jahren runter vom Kran und arbeitete nun vorrangig als Disponentin im Werkzeuglager, was ihr ebenfalls viel Freude bereitete. „Nach 33 Jahren im MAB wurde ich dann 1992 wendebedingt gekündigt. Wir wussten alle, dass das passieren würde, aber am Ende tat es trotzdem weh“, sagt sie. Nach einigen Monaten Arbeitslosigkeit wurde Monika Kahle 1994 EU-Rentnerin. „Heute bedeutet Glück für mich, wenn meine Familie zu Besuch kommt, ich meinen Lieben etwas Schönes kochen kann und alle soweit gesund sind“, lächelt sie. Ihre Erinnerungen drehen sich um viele schöne Reisen, die sie mit ihrem Manfred erleben durfte. „Vielleicht lässt sich ja mein Traum von einem Urlaub in Sizilien noch irgendwann verwirklichen“, schmunzelt Monika Kahle, die trotz schwieriger Zeiten nie den Lebensmut und ihr großes Kämpferherz verloren hat.
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