MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Petra und Jürgen Kaiser

Geglückter Übergang

Petra und Jürgen Kaiser

Industriekauffrau
Schweißer
Hainichener Str. 10 a
04720 Döbeln

Aus dem in der DDR begonnenen Berufsleben konnten nicht alle Menschen einen so geglückten Übergang in die Marktwirtschaft erleben, wie es dem Ehepaar Kaiser vergönnt war. Dankbar können sie nun auf ihr Leben zurückblicken und mit Freude die Zukunft ins Auge fassen. Petra Kaiser wurde 1953 im sächsischen Roßwein geboren. Sie besuchte die Geschwister-Scholl-Oberschule, lernte nach Abschluss der 10. Klasse Industriekaufmann in der örtlichen Terra-Schuhfabrik. Nach zwei Jahren Lehre wurde sie in der Finanzbuchhaltung eingesetzt. 1974 wechselte sie, bedingt durch die Familiengründung nach Döbeln, wieder waren die Bilanzen ihr Arbeitsgebiet, nunmehr beim VEB Landmaschinenbau „Rotes Banner“. Hier blieb sie achtzehn Jahre, bis der Übergang von Plan- zur Marktwirtschaft neue Herausforderungen brachte. Diese fand sie bei der Stemke Kunststofftechnik GmbH, die erst in Döbeln angesiedelt war, heute im Gewerbegebiet Mochau ansässig ist. Noch immer sind die Finanzen ihr Arbeitsfeld. Jürgen Kaiser stammt aus dem Ort Gärtitz (heute nach Döbeln eingemeindet). Im angrenzend gelegenen Bauchlitz besuchte er die Schule, schloss nach der 8. Klasse ab, der Eintritt ins Berufsleben reizte. Beim VEB Landmaschinenbau „Rotes Banner“ lernte er in drei Jahren den Beruf eines Schweißers. 1970/72 rief der Grundwehrdienst den jungen Mann in die Rhön. Nach dessen Ende stieg er wieder in Betrieb und Beruf ein, konnte noch im gleichen Jahr seine Petra heiraten. 1984 wurde er vom VEB Ratiomittelbau abgeworben. Individuellere Aufgaben statt Serienproduktion lockten. Nach der Wende übernahm die Fa. Michael Brunner Maschinen- und Anlagenbau den Betrieb, der jedoch bereits 1994 dicht machte. Jürgen Kaiser wirkte ein halbes Jahr bei einer Auffanggesellschaft, konnte im Herbst beim Eschborner UNI ELEKTRO Fachgroßhandel anfangen, der in Döbeln eine Filiale eingerichtet hatte. Das Auslieferungslager dient als Zentrale für den Bereich Kabel. Seit kurzem genießt Jürgen Kaiser den Ruhestand, dank Rente mit 63. Seitdem kümmert er sich mehr um seine beiden Enkel, mit denen Tochter Corinna die Familie bereicherte. Seit 1984 gehört jeder Montag dem Kegeln, monatlich ist der Skatklub angesagt. Gesundheitssport und der Garten sorgen dafür, dass beim Neurentner keine Langeweile aufkommt. Während er kegelt, findet seine Frau beim Callanetics-Gymnastikprogramm Ausgleich zur Bürotätigkeit.
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