MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dietmar und Renate Kaden
Beim Sport haben sie sich einst kennengelernt
August-Bebel-Str. 91
06766 Bitterfeld-Wolfen
Der Sport und immer wieder der Sport hat einen großen Teil in ihrem erfüllten Leben eingenommen. Erst Handball, dann Kegeln haben Dietmar und Renate Kaden aus Wolfen in Sachsen-Anhalt aktiv betrieben und zahlreiche Erfolge mit ihren Mannschaften erreicht, woran sie sich gerne erinnern und worauf beide nach wie vor stolz sind. Beim Sport haben sie sich auch kennengelernt. Das Ehepaar ist seit 1960 verheiratet und hat zwei Söhne. Uwe, geboren 1962, arbeitete bis 1990 im VEB Filmfabrik Wolfen. Danach qualifizierte er sich bei der Fa. KNIPPING für Aufmaßbearbeitung. Heute ist er im Löbnitzer Fensterbau für die gleiche Tätigkeit zuständig. bei einer Fensterbau-Firma in der Region. Thomas, der 1967 das Licht der Welt erblickte, ist bei der Kriminalpolizei in Bitterfeld. Zur Familie von Dietmar und Renate Kaden gehören mittlerweile fünf Enkelkinder und drei Urenkel. Schauen die Eheleute auf ihr langes Leben zurück, sind sie stolz auf das Geschaffene und auf ihre gesamte Familie. „Wir haben alles richtig gemacht“, sind sich beide Kadens einig. Renate kam 1935 in Bernburg zur Welt, ihr Mann Dietmar wurde 1939 in Eppendorf im Erzgebirge geboren. Dietmar lernte nach dem Abschluss der 8. Klasse Schlosser, wollte aber ursprünglich Förster werden. Nach zweieinhalb Jahren Ausbildung im Braunkohlenkombinat Bitterfeld, wohin es seine Mutter und deren zweiten Mann (erster Mann und Dietmars Vater 1943 ist im Zweiten Weltkrieg gefallen) verschlagen hatte, arbeitete Dietmar in der Brikettfabrik. Er trainierte Handball bei Chemie Bitterfeld und wechselte 1958 nach Wolfen. Von 1959–1964 studierte er an der Betriebsakademie Mess-, Steuer- und Regelungstechnik. Als Betriebsingenieur war er in der Technik-Abteilung der Filmfabrik Wolfen zuständig für die sozialen Einrichtungen wie unter anderem Küche, Kindergarten und Lagerbereich. Parallel engagierte er sich bis zur Wende ehrenamtlich im Sport in der BSG Chemie Wolfen-Nord. Renate Kaden studierte nach ihrer Schulzeit Sport in Karl-Marx-Stadt, sie wurde Lehrerin für Mathematik und Sport, erst in der „Heinrich-Heine“, später in der POS „Wilhelm-Pieck“ in Wolfen-Nord. Renate Kaden, die 1967 mit dem aktiven Handballsport aufhörte, spricht von einem sehr schönen und erfüllten Berufsleben, das 1993 für sie endete. Die Pädagogin brachte es bis zur Oberlehrerin und Studienrätin, erhielt mehrfach Auszeichnungen und hatte übrigens gute Kontakte zum Fernsehen. „Adi“ als Moderator der DDR-Sportsendung für Kinder, „Mach‘s mit, mach‘s nach, mach‘s besser“, war dank ihres persönlichen Engagements oft zu Gast in ihrer Schule. Auch Ehemann Dietmar Kaden, der nach der Wende die Firma KNIPPING Fenster- und Türenbau GmbH aufbaute und bis zur Rente leitete. Er bekam viele Ehrungen in Anerkennung seiner haupt- und ehrenamtlichen Arbeit. Beide wollen sie noch lange gesund bleiben, um reisen zu können. Viel Zeit verbringen sie gern auf ihrem Feriengrundstück in Werder an der Havel.