MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dipl.-Ing. Herbert Jäckel

Erfülltes Leben für sich und die Familie

Herbert Jäckel

Am Kindergarten 1
08606 Oelsnitz / Vogtland
Fon: 037421/  22625

Langeweile gehört nicht zum Leben von Herbert Jäckel. Obwohl schon lange im Ruhestand sind alle Tage ausgefüllt: Montags die Skatrunde, dienstags der Kirchenchor (seit 1970!), mittwochs die Doppelkopfrunde, donnerstags der Männerchor, freitags der Hausbibelkreis, sonnabends der Kammerchor. Zur evangelisch-lutherischen Kirche St. Jacobi in Oelsnitz führt sonntags sein Weg, von 1971–1990 war er dort auch ehrenamtlicher Kirchvorsteher. Geboren wurde Herbert Jäckel 1947 in Auerbach / Vogtland. Seit 1949 lebte die Familie schon in Oelsnitz. Der Vater wirkte als Drogist, die Mutter starb früh, bereits 1951. Der junge Herbert wuchs mit einer jüngeren Schwester auf, war in seiner Jugend beim Skilaufen und Radfahren sportlich aktiv und besuchte ab 1953 die Schule. Als er sie 1965 verließ, hatte er nicht nur das Abitur in der Tasche, sondern (eine damals ausprobierte Variante) auch einen Facharbeiterabschluss als Betriebs- und Verkehrseisenbahner. Ein weiteres Jahr lernte er noch Straßenbauer, sammelte so praktische Erfahrung, dann folgte 1966 das fünfjährige Studium an der Verkehrshochschule in Dresden, 1971 als Diplom-Ingenieur für Straßen- und Brückenbau abgeschlossen. Als Statiker wurde sodann der VEB MLK Metallleichtbaukombinat Plauen zur langjährigen Arbeitsstelle. In den Jahren 1989/90 wurde ihm der gesellschaftliche Aufbruch wichtig, der zum Ende der DDR führte und nach seinen Vorstellungen zu früh wieder stagnierte. Da bewarb er sich im Öffentlichen Dienst, fand als Sachgebietsleiter für die Kreisstraßen im Landratsamt die für ihn fachlich geeignete Stellung, betreute 630 Kilometer Landstraße, erst von Oelsnitz aus, nach der Bildung des Vogtlandkreises 1996 mit Sitz in Reichenbach. 2004 verabschiedete er sich dank Vorruhestandsregelung vom aktiven Berufsleben, ist seit 2007 Vollrentner. Von 1969 bis zum Jahr 2001 war Frau Ulrike, Hebamme, an seiner Seite. Dann gingen sie getrennte Wege. Fünf Kinder wurden dem Ehepaar geboren, Sohn Frieder 1970, Sohn Armin 1971, Tochter Kristin 1976, Tochter Luise 1977, Sohn Reinhard 1986. Vierzehn Enkelkinder erweiterten den Kreis. Wie Sohn Frieder gehörte auch Vater Herbert mehrere Jahre dem Stadtrat an, bedauerte, wenig bewegen zu können. Im seit zwanzig Jahren bewohnten Eigenheim frönt er seiner Freude an großformatigen Puzzlespielen und ist eifriger Benutzer seiner reichhaltigen Bibliothek.
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