MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Karin und Heinz Kade
Ein Leben aus Kontinuität und Fleiß
Kaufmännische Angestellte
Fernmeldebaumonteur
Wettinstr. 8
04758 Oschatz
Fon: 03435 / 920726
Heinz Kade hat sich die Dankbarkeit anderer Menschen durch seine Begeisterungsfähigkeit und seinen persönlichen Einsatz bei der Organisation von Veranstaltungen erworben. Er freut sich einfach, wenn es auch anderen Menschen gut geht. Dabei hat ihm das Leben in seiner Kindheit und Jugend nichts geschenkt. Geboren 1937 im schlesischen Parchwitz erlebt er als Achtjähriger die Vertreibung, verliert in dieser Zeit beide Eltern und kommt im sächsischen Oschatz zu einer Familie, für die er lediglich eine billige Arbeitskraft ist. Nach der Schule fängt Heinz Kade im Fernmeldeamt als Hilfsarbeiter an und qualifiziert sich in den folgenden Jahren zum Funkmechaniker, Fernmeldebaumonteur und zum Fernschreibmechaniker. Sein Arbeitsbereich waren fortan Betriebe, Institutionen, Handwerksbetriebe die zur damaligen Zeit für ihre betrieblichen Belange ein Fernschreibgerät genutzt haben. Diese technischen Geräte hat er damals wartungs- und entstörungstechnisch betreut. Er legt die Prüfung als Meister für Nachrichtentechnik ab und ist zur Wendezeit als Dienststellenleiter beim Fernmeldeamt für 30 Kollegen verantwortlich. Im Jahr 1960 heiratet Heinz Kade seine Frau Karin, eine gelernte Stenotypisten, die 43 Jahre im Elektrobau gearbeitet hat. Der 1960 geborene Sohn Andreas hat den Beruf eines Landmaschinenschlossers erlernt, danach ein Studium als Ingenieur für Maschinenbau abgeschlossen und ist Vater von drei Kindern. Bei der Firma Michelin leitet er einen großen Bereich und erwirtschaftet hier den größten Umsatz. Im Jahr 1967 kommt die Schwester Manuela zur Welt, diese ist selbst Mutter von zwei Kindern lebt in Wurzen und kümmert sich als Erzieherin in einem Kinderheim.
Von einer Lungenkrankheit genesen beginnt Heinz Kade 1953 mit dem Radsport, erwirbt durch eisernes Sparen sein eigenes Rad und fährt Rennen. „Ich habe nie zur Spitze gezählt, die Teilnahme zählte“, erinnert er sich. Mit dem Sport verbindet Heinz Kade sehr schöne Erinnerungen. „Meine Frau Karin lernte ich kennen, indem ich ihr nach einer Massenkarambolage direkt vor die Füße fiel“, schmunzelt er. Karin ist Fechterin, überflüssig zu sagen, dass auch Heinz Kade bald ebenfalls ein begeisterter Fechter ist und zwar für 50 Jahre. Fünf Mal in der Woche trainiert er als Übungsleiter den Nachwuchs und baut mit anderen Sportkameraden ein ehemaliges Kino zur Sporthalle für Fechter um. Heute führt der engagierte Macher als Mitglied des örtlichen Kirchenvereins Gäste durch die Türmerstube der Kirche von Oschatz, die sich nach einer Führung bei Kaffee und Kuchen laben können. Heinz Kade lebt sehr gern in seiner Heimatstadt Oschatz und ist begeistert von den vielen Verbesserungen, die nach der Wende und der Wiedervereinigung seine Heimatstadt nach vorn brachten. Er freut sich immer wieder über das gute Verhältnis und den Zusammenhalt in seiner Familie, vor allem die gemeinsamen Geburtstage gehören stets zu den jährlichen Höhepunkten. Heinz Kade wünscht vor allem seinen Kindern eine gute Zukunft und will selbst 100 Jahre alt werden.