MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dipl.-Heilpäd. Horst Kaewel mit Ehefrau Marion

Einer trage des anderen Last

Horst Kaewel mit Ehefrau Marion
Friedensrichter und Patientenfürsprecher

Westring 6
04519 Rackwitz
Fon: 034294 /73180
E-Mail: h_kaewel(at)web.de


Als sechstes Kind kommt Horst Kaewel 1935 in Fuchshagen/ Ostpreußen zur Welt. 1942 erfolgt die Einschulung, nur zwei Jahre kann der Junge eine Schulbildung genießen. Dann folgen Evakuierung und die Flucht, die tiefe Eindrücke hinterlassen und auf das Kind prägend wirken. 1952 wird die Familie im Südharz ansässig. Die entstandenen Wissenslücken kann er mit Hilfe der Eltern, die Mutter unterrichtet ihn, und durch viel Lesen ausgleichen. Im Kaliwerk von Bleicherode erhält er 1952 eine Lehrstelle als Schlosser und Bergmann. Nach nur 1 ½ Jahren kann er die Lehre wegen sehr guter Leistungen vorzeitig beenden. Zielstrebig absolviert er nebenher auch das Abitur. Da sein Interesse, einen pädagogischen Beruf ausüben zu können, so stark ist, wird er als Erzieher in einem Lehrlingswohnheim eingesetzt. 1959 legt er das Staatsexamen als Heimerzieher ab. Ein sozialpädagogisches Fernstudium ermöglicht ihm die Tätigkeit als Jugendfürsorger. Ein weiteres Fernstudium in der Fachrichtung Pädagogische Psychologie schließt er wiederum erfolgreich mit dem Staatsexamen ab und beginnt 1969 an der Sonderschule für Kinderneuropsychiatrie der Universität Leipzig zu arbeiten. Es ist für Horst Kaewel Berufung, den hirnorganisch geschädigten, hypermotorischen und nicht selten sozial vernachlässigten Kindern dabei zu helfen, ihre alltäglichen Arbeiten zu bewältigen. Ab 1992 erfüllt er diese Aufgabe im Parkkrankenhaus Leipzig. 1994 wird er zum ehrenamtlichen Schwerbehindertenvertreter der Mitarbeiter des Parkkrankenhauses gewählt. Im Jahr 2002 wird er bestellter Patientenfürsprecher für das Sächsische Krankenhaus für Psychiatrie und die sozialtherapeutischen Wohnstätten. Wichtigste Aufgabe sieht er darin, psychisch kranken Menschen bei der individuellen Wahrnehmung ihrer persönlichen Rechte Unterstützung zu geben. Dies verlangt neben geduldigem Zuhören und Ausdauer auch Vertrauen, Offenheit und immer den Menschen Nähe zu geben, die seiner Hilfe bedürfen. Schönster Lohn für Horst Kaewel ist es, wenn er die Achtung dieser Menschen gewinnen kann. Sein soziales Engagement wird noch durch seine Tätigkeit als Friedensrichter erweitert, und er betreut weitere vier Menschen im Ehrenamt. Mit viel Mut, Energie und der Unterstützung seiner Ehefrau meistert er diese verantwortungsvollen Aufgaben. Etliche Ehrenurkunden zeugen von seinem zutiefst humanistischen Anliegen. Erholung findet er beim Spazierengehen, Lesen, Schwimmen oder im Garten.
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