MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Günter Jossa
Bergbau mit Leib und Seele
Walter-Markov-Ring 31
04288 Leipzig
Fon: 034297 / 986398
Günter Jossa kam am 30.03.1939 im brandenburgischen Drebkau zur Welt. Sein Vater, der während des Krieges ums Leben kam, arbeitete als Schlosser, Mutter Olga war im Glaswerk tätig. Den Traum, einmal als Sportler Karriere zu machen, verfolgte Günter Jossa bereits als Kind im Turnverein „BSG Einheit Drebkau“. „Ich habe es bis zum Bezirksmeister geschafft“, erinnert er sich. In seiner Heimatstadt absolvierte er die achtjährige Schulzeit und ging anschließend als Lehrling zum Stahlbauschlosser in die Zentralwerkstatt Welzow. Nach bestandener Facharbeiterprüfung machte er sein Abitur und studierte von 1959–1965 mit dem Berufsziel „Diplomingenieur für Statik und Stahlbau der Fördertechnik“ an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. „Ich habe im Anschluss als Statiker in Welzow gearbeitet“, berichtet Günter Jossa. 1961 heiratet er seine Frau Marlis (Bürokauffrau und Ingenieurökonomin). Das Paar hat mit Kathrin (*1961, Konstrukteurin), Mario (*1963, Sporttherapeut) Monika (*1963, Landwirtin) Ralph (*1965, Ingenieur für Heizungsbau) und Kai (*1968, Trockenbauer) fünf Kinder und zählt mittlerweile auch zehn Enkel und zwei Urenkel mit zur Großfamilie, auf die er sehr stolz ist. Nachdem der Betrieb in Welzow umprofiliert wurde, arbeitete Günter Jossa als Konstruktionsleiter am Institut für Wärmetechnik in Spreetal. Anschließend wurde er nach Leipzig an die Prüfstelle für Tagebaugroßgeräte berufen. „Bis zu meiner Pensionierung 2002 habe ich hier als Sachverständiger für Tagebaugroßgeräte gearbeitet. Das war eine spannende Tätigkeit, und ich bin bis heute noch im Verein „Technische Sicherheit und Umwelt“ tätig, der im Bergbau involviert ist“, erzählt Günter Jossa. Sogar im Ausland waren seine Kenntnisse und Erfahrungen gefragt. „2013 war ich in Mauretanien, um alte Tagebaugeräte zu prüfen“, sagt er. Der Hauptausgleich zu seinem Beruf war für Günter Jossa immer der Sport. Nachdem er während des Studiums mit dem Turnen aufgehört hatte, spielte er viele Jahre aktiv Volleyball bei „Motor Stötteritz“, einer Mannschaft in der Bezirksliga. „Am Ende meines Arbeitslebens habe ich mir dann einen Traum erfüllt und bin 1.600 km von Nord nach Süd durch Deutschland gewandert“, verrät er. „Wandern, reisen und basteln zählen bis heute zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.“ Günter Jossa engagiert sich zudem im „Seniorenexpertenverein der Bundesrepublik“, wo er im „VerA-Mentoren-Programm“ junge Menschen beim beruflichen Start ins Leben unterstützt. Für die Zukunft hofft der weltgewandte Pensionär vor allem auf eine stabile Gesundheit und dass sich seine gerade erworbene Posaune in Kürze ein paar hörenswerte Töne entlocken lässt. „Darauf spielen zu können, wünsche ich mir“, schmunzelt Günter Jossa und freut sich auf noch viele erlebnisreiche Jahre im Kreise seiner Lieben.