MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Heinz und Lydia Jurisch

Das Leben trotz aller Widrigkeiten erfolgreich gemeistert

Heinz und Lydia Jurisch

Rentner Meisterin Allgemeiner Maschinenbau
Unnaer Str. 38

04720 Döbeln

Fon: 03431 701191

Die Meisterin Allgemeiner Maschinenbau und gebürtige Schlesierin Lydia Jurisch wächst mit sechs Geschwistern auf und erlernt nach der Schule den Beruf einer Werkzeugmacherin, sie qualifiziert sich zur Meisterin und arbeitet bis 1992 in ihrem Beruf bei DBM als Abteilungsleiterin, was immer wieder Veränderungen mit sich bringt. Vor allem die Zeit im Werkzeugbau schätzt sie als eine sehr schöne Zeit ein. Gern erinnert sie sich an gemeinsame Feiern und Fahrten mit den Kollegen. Ihr Mann Heinz legt in Hoyerswerda das Abitur ab und besucht anschließend die Offiziersschule der Kasernierten Volkspolizei (ab 1956 Nationale Volksarmee , NVA) in Döbeln, wo er sich auf eine Laufbahn als Berufssportler in Uniform auf dem Gebiet der Leichtathletik vorbereitet. Seine Lieblingsstrecke werden die 1000 Meter. Wegen einer Magenkrankheit wird er schließlich wegen Untauglichkeit entlassen. Die Eheleute Jurisch lernen sich 1957 auf dem Handballplatz kennen und heiraten im selben Jahr auf dem Standesamt in Senftenberg, ohne die Verwandtschaft zu benachrichtigen, weil es ihr Tag sein soll. Die Tochter Petra wird 1957 geboren, sie wird nur neun Jahre alt. Zwei Jahre später kommt Tochter Karla zur Welt, sie ist inzwischen dreifache Mutter und arbeitet derzeit als Biotechnologin bei der Trinkwassergewinnung. Inzwischen gehören zwei Urenkel zur Familie. Lydia und Heinz Jurisch verfolgen die Entwicklung der Enkel und Urenkel mit sehr viel Freude. Nach seiner Entlassung aus der NVA wagt Heinz Jurisch einen Neuanfang als Pionierleiter, die Tätigkeit befriedigt ihn auf die Dauer nicht, er möchte ein Lehrerstudium aufnehmen. Nach mehreren Anläufen und Auseinandersetzungen kann er im Januar 1963 ein Fernstudium als Biologielehrer aufnehmen, was er im Dezember 1968 mit der Note „Sehr gut“ abschließt. Eine ihm angetragene Funktionärslaufbahn lehnt er ab, er will als Lehrer arbeiten. Nach langem Kampf wird er aus der Kaderliste gestrichen, im Jahr 1969 kann er endlich an der damals neu gebauten Wilhelm-Pieck-Schule anfangen, wo er Biologie und Chemie unterrichtet. Bis heute schätzen Lydia und Heinz Jurisch vor allem ehrliche Menschen. Beide schätzen einander den Zusammenhalt in der Familie. Heinz Jurisch ist stolz darauf, dass er am späteren beruflichen Erfolg vieler seiner Schüler seinen Anteil hat. Seine Tätigkeit wird noch heute von vielen ehemaligen Schülern geschätzt. Viele nehmen geachtete Positionen ein. Die Eheleute sind stolz darauf, dass sie trotz vieler Widrigkeiten Erfolg im Leben gehabt haben. Sie verfolgen mit Sorge, dass immer weniger Menschen zur Wahl gehen, weil dadurch unfähige Politiker in ihrem Handeln noch bestärkt werden. Sie verbringen den Ruhestand mit Kreuzworträtsel und im Famlienkreis.
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