MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Prof. Dr.-Ing. Heinz Jungfer

Dem Verkehrswesen immer treu geblieben

Heinz Jungfer

Hochschuldozent i. R.
Geisingstraße 41
01309 Dresden

Noch heute, schon im Ruhestand, nur nebenberuflich unterwegs, ist Dr. Heinz Jungfer als Mitarbeiter der DEVK seinem ursprünglichen Metier verbunden, denn - aus Anfängen sozialer Absicherung im 19. Jahrhundert geboren - ist die DEVK bis heute für die Mitarbeiter des Verkehrsmarkts nicht irgendeine, sondern die Versicherung schlechthin. Seine berufliche Entwicklung begann für den 1930 geborenen Heinz Jungfer als Junghelfer bei der Deutschen Reichsbahn. Vom Geburtsort Siegendorf (Kreis Liegnitz) in Schlesien, wo er die Schule besuchte, hatte die Flucht im Jahr 1945 die Familie ins sächsische Waldenburg geführt, wo er im Bahnhof dann eine vierjährige Lehre absolvieren konnte, um anschließend als Zugmelder auf dem Bahnhof Glauchau eingesetzt zu werden. In dieser Zeit erlebte er die Gründung der DDR im Oktober 1949 als positive Entwicklung. Noch heute bedauert er, dass der sozialistische Weg gescheitert ist, zu viel Hoffnung war in seinen jungen Jahren, geprägt von Krieg und faschistischem Regime, mit diesem neuen politischen Ansatz verbunden. Er engagierte sich deshalb von Anfang an für eine Gesellschaft, die sich auch die Förderung der Jugend auf ihre Fahnen schrieb. In der Jugendgüterabfertigung des Bahnhofs Chemnitz-Hilbertsdorf erhielt er Entwicklungschancen. 1951 wurde er Sekretär beim Präsidenten der Reichsbahndirektion Dresden, später mit Wechsel nach Halle/S. und wurde dank Jugendförderung jüngster Referent. Im Mai 1953 ging er zur Kasernierten Volkspolizei, wo als zum Leutnant bei der Transportabteilung eingestellt wurde und 1956 den Übergang zur Volksarmee (NVA) mitmachte. Er erhielt die Möglichkeit, die Hochschulreife zu erwerben und studierte 1959/63 an der Hochschule für Verkehrswesen in Dresden, schloss als Diplom-Ingenieur für Eisenbahnbetriebstechnik ab. Danach war er im Ministerium für Nationale Verteidigung der DDR für die Planung von Militärtransporten und Manövern zuständig. 1969/71 bereitete er die Gründung der Sektion Militärisches Transport- und Nachrichtenwesen an der Hochschule für Verkehr „Friedrich List“ Dresden mit vor, an der er als Dozent ab 1971 wirkte. Er konnte hier auch promovieren und zum Dienstgrad Oberst aufsteigen. Im Juni 1990 ging er aus gesundheitlichen Gründen in die Rente, widmet sich heute neben der Versicherungstätigkeit seiner Familie (Heirat 1952, 2 Kinder, 4 Enkel) und dem Hobby Fotografieren.
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